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Gute medizinische Versorgung in Meerbusch

Meerbusch : Meerbusch hat genügend Ärzte

Ihren Bericht zur medizinischen Abdeckung in Meerbusch hat die Wirtschaftsförderung nun vorgestellt. Ergebnis: Die Bürger sind gut mit Ärzten versorgt.

Der Bericht über die medizinische Versorgungssituation in Meerbusch, den Wirtschaftsförderer Stephan Benninghoven erarbeitet hat, soll als Entscheidungsgrundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung der Stadt dienen. Gibt es genug Ärzte in Meerbusch, wie sind sie verteilt, muss in einzelnen Ortsteilen ein weiteres Angebot geschaffen werden?

„Insgesamt ist festzustellen, dass die Meerbuscher Bevölkerung in nahezu allen Bereichen über eine optimale ärztliche Versorgung verfügt“, ist sein Fazit. „Von den 18 690 Beschäftigten in Meerbusch arbeiten rund 2500 und somit 13 Prozent im Gesundheits- oder Sozialwesen, das damit der zweitstärkste Wirtschaftszweig (nach Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) in Meerbusch ist“, erläutert Benninghoven.

An der Spitze der Bereich Krankenhäuser mit der Alexianer Klinik am Eisenbrand, der Mauritius Therapieklinik in Osterath und dem Rheinischen Rheuma-Zentrum in Lank. Hier sind mit 729 sozialversicherungspflichtigen Angestellten die meisten Menschen tätig. Der Bericht teilt Meerbusch bei der Versorgung mit Zahnärzten sowie Kieferorthopäden in drei Bereiche ein: Büderich plus Strümp, Osterath, sowie Lank mit den Rheingemeinden und Bösinghoven. Bei den Hausärzten gibt es nur Zahlen für ganz Meerbusch, bei den Fachärzten liegt lediglich eine Betrachtung für den Rhein-Kreis Neuss vor, weil dieser insgesamt die Versorgung sicherstellen muss. Besonders gut versorgt ist Meerbusch mit Zahnärzten, für die es keine Niederlassungsbeschränkung gibt. 47 Zahnärzte praktizieren vor Ort, das entspricht einem Versorgungsgrad von 142,7 Prozent. Besonders viele arbeiten im Büdericher Bezirk: 30,5 Stellen, was einer Versorgung von 189 Prozent entspricht. Mit vier Zahnärzten (Versorgungsgrad 53,3 Prozent) ist dagegen Osterath schlecht aufgestellt. Optimal ist laut Bericht dagegen die Versorgung im Bereich Lank-Latum mit 9,75 Stellen.

Ein ähnliches Ergebnis gibt es bei den Kieferorthopäden. Insgesamt praktizieren 3,5 Fachärzte, wobei einer in Lank tätig ist, die anderen in Büderich. Da es für den zahnärztlichen Bereich keine Zulassungssperren mehr gibt, wird offiziell von einer sehr guten Versorgung gesprochen.

Meerbusch weist eine hohe
Zahl an Zahnärzten auf

Im Vergleich zu allen anderen Städten des Rhein-Kreises Neuss weist Meerbusch sowohl bei den Zahnärzten als auch bei den Kieferorthopäden mit Abstand den höchsten Versorgungsgrad auf.

Anders bei den Ärzten, für die es Niederlassungssperren gibt. In Meerbusch praktizieren derzeit 35,25 Hausärzte. Der Versorgungsgrad schwankte in den vergangenen Jahren etwas oberhalb der 100-Prozent-Marke und liegt derzeit bei nur noch 101 Prozent, weil die Anzahl der Ärzte um zwei zurückgegangen ist. Im statistischen Sinne ist mit 100 Prozent eine optimale Versorgung gegeben. Allerdings gibt es bei dem jetzigen Wert die Möglichkeit, dass drei weitere Hausärzte zugelassen werden, ehe die gesetzlich vorgeschriebene Sperre greift.

Bei den Fachärzten wird die Bedarfsplanung im gesamten Rhein-Kreis betrachtet, bei manchen Arztgruppen sogar der Bereich Düsseldorf und Nordrhein herangezogen. Danach gibt es bei allen Fachärzten eine optimale Versorgung im Kreisgebiet, was aber auch bedeuten könne, dass die Patienten nicht immer in der eigenen Kommune genügend Fachärzte finden.

So gibt es in Meerbusch lediglich zwei Augenärzte (im Kreis 25), nur drei von 21 HNO-Ärzten praktizieren in Meerbusch. Zwei von 313 Fachinternisten im Raum Düsseldorf haben ihre Praxis in Meerbusch. Im Bereich der fachärztlichen Versorgung sind die Psychotherapeuten am häufigsten in Meerbusch vertreten (12,5), gefolgt von den Frauenärzten (6) und den Kinderärzten (5). In der Region Nordrhein gibt es rund 1500 Fachärzte, wovon rund drei Prozent (41) im Meerbuscher Stadtgebiet ansässig
sind.

„Insgesamt ist die medizinische Versorgung in Meerbusch optimal bis überdurchschnittlich“, bilanziert Benninghoven. Die gute medizinische Versorgungssituation sei ein weicher Standortfaktor, der die Attraktivität der Stadt Meerbusch für Familien mit Kindern im Hinblick auf die Wohn- und Lebensqualität steigere.