Grundschullandschaft: Gerretz und Heerich werden nur einzügig

467 Kinder als Erstklässler angemeldet.

Meerbusch. Viel Streit hat es zuletzt um die Veränderung der Osterather Grundschullandschaft gegeben. Die Kinderzahl reiche nicht aus, um an drei Grundschulen ein qualitativ hochwertiges Angebot zu machen, hatten Verwaltung und die Mehrheit der Politik argumentiert, als es um die Schließung der Barbara-Gerretz-Schule ging. Vor allem die Eltern dort bezweifelten damals die Prognose und die ihr zugrundeliegenden Zahlen.

Die aktuellen Anmeldungen bestätigen die Stadt jedoch: „Wer bisher noch nicht überzeugt war, dass wir in Osterath etwas tun müssen, dem muss das spätestens jetzt klar sein“, sagt Angelika Mielke-Westerlage, als sie im Schulausschuss die Zahlen vorlegt. Für sie ist das Ergebnis nicht überraschend. „Wir waren in unserer Kalkulation bereits großzügig, weil wir auf keinen Fall ein zu knappes Angebot machen wollten.“

In Osterath haben sich fürs Schuljahr 2014/15 nun 41 Kinder an der Eichendorffschule angemeldet, 18 an der Barbara-Gerretz-Schule (BGS) — beide im Dorf gelegen — und 28 an der Erwin-Heerich-Schule (EHS) im Bovert. Auf dieser Grundlage sind BGS und EHS im kommenden Schuljahr erneut einzügig, beide bereits in zwei Jahrgängen. „Genau das haben wir verhindern wollen“, sagt Schuldezernentin Mielke-Westerlage. Der Einzügigkeit folge eine geringere Lehrerausstattung und sie wirke sich auf die Klassengröße in anderen Schulen aus. Bei einem Richtwert von 23 Kindern pro Klasse müssten kleine Klassen an anderer Stelle durch große kompensiert werden. Gemeinsam mit den Schulleitungen und Schulpflegschaftsvertretern der Osterather Grundschulen sitzt die Verwaltung seit einiger Zeit an einem Tisch, um eine einvernehmliche Lösung zu finden.

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