Meerbusch : Wettbewerb: Stadt sucht die schönsten Vorgärten

Bewertet werden Insektenfreundlichkeit, Naturnähe und Vielfalt. Eine abwechslungsreiche Gestaltung sorgt für Blüte zu verschiedenen Jahreszeiten.

(stz) Im vorigen Jahr haben 60 Meerbusch am Wettbewerb „Meerbuschs Vorgärten des Jahres“ teilgenommen. „Wir hoffen, dass es in diesem Jahr ähnlich spannend wird“, sagt Stadtsprecher Michael Gorgs, Initiator des Wettbewerbs. Für die nächste Runde können sich Gartenliebhaber mit Freude am naturnahen Grün noch bis zum 18. September bewerben. Dazu müssen sie eine E-Mail mit zwei bis drei aussagekräftigen Fotos, die Gestaltung und Charakter des Vorgartens dokumentieren, an die Adresse gartenfreude@meerbusch.de senden. Die Fotos – gern auch aus verschiedenen Blüh-Phasen des Sommers – sollten jeweils zwei bis drei Megabyte groß sein. Ein kurzer erklärender Text kann die Bewerbung abrunden. Und nicht vergessen: den vollständigen Namen und die Adresse angeben. Eine Fachjury um Grünflächenamtsleiter Michael Betsch und seine Stellvertreterin Anna Hardenberg wird die Bewerbungen sichten und nach Insektenfreundlichkeit, Naturnähe und Vielfalt bewerten; Bürgermeister Christian Bommers wird die Gewinner persönlich mit einer Urkunde auszeichnen.

Dazu gibt es grüne Preise zu gewinnen. Die vier großen Meerbuscher Gartencenter Bogie, Selders, Jentjens und Wantikow unterstützen den Wettbewerb. Neu hinzugekommen sind der Landschafts- und Gartenbaubetrieb Terra Viridis sowie die Baum- und Rosenschulen Schubert. Die Besitzer der sechs schönsten Vorgärten können sich über Einkaufsgutscheine der Sponsoren freuen und eine Gartengrundpflege im Wert von je 250 Euro. Auf weitere Teilnehmer wartet moderne Fachliteratur mit praktischen Tipps und Pflanzempfehlungen zur naturnahen Gartengestaltung. Info-Material der Stadt dazu gibt es in den Bürgerbüros, den öffentlichen Einrichtungen der Stadt sowie bei den Gartencentern oder auf www.meerbusch.de zum Download.

In den letzten Jahren habe das Verständnis für die Vorteile von naturnahen Gärten zugenommen, berichtet Astrid Hansen aus Bovert. Sie ist Mitglied beim Verein Naturgarten e.V.. Als sie vor etwa zehn Jahren ihren Naturgarten anlegte, erntete sie noch häufiger schräge Blicke. „Wir merken deutlich, dass ein Umdenken stattfindet“, sagt auch Landschaftsgärtner Hendrik Bogie, Inhaber von Terra Viridis. Gartenbesitzer setzten heute weniger auf Monopflanzungen und einheitliche Bodendecker. „Mehr Vielfalt ist gefragt und es darf auch etwas wilder sein“, sagt Bogie und erklärt: „Mit fünf bis sechs Arten von gut kombinierten Staudenpflanzen schafft man das ganze Jahr über eine abwechslungsreiche Blüte.“

Nicht nur Artenreichtum wird durch einen naturnahen Garten gefördert, weiß Astrid Hansen. Wenn die Bodendecker eingewachsen seien, habe man auch einen pflegeleichten Garten. Dazu bringt er Kühlung, was Temperaturmessungen gerade im Vergleich zum Schottergarten eindrucksvoll
zeigen.