Sport in Meerbusch FVN-Sportgericht lehnt den Protest des TSV ab

(cba) Der TSV Meerbusch bleibt in der Oberliga Niederrhein vorerst auf einem Abstiegsplatz stehen. Das Sportgericht des Fußballverbands Niederrhein (FVN) hat jetzt den Protest gegen die Wertung des verlorenen Kellerduells beim SC St. Tönis (3:4) abgelehnt.

„Der Einspruch wird als unzulässig verworfen“, heißt es im Urteil von Sportrichter Leonhard Kentsch. Anfang November hatte der TSV im Auswärtsspiel beim damaligen Tabellenschlusslicht mit 3:4 den Kürzeren gezogen. Alle vier Treffer der Hausherren hatte in dieser Partie Julian Suaterna-Florez erzielt, den der SC St. Tönis erst wenige Tage zuvor aus Südamerika hatte einfliegen lassen.

Die Blau-Gelben zweifelten jedoch die Spielberechtigung des Stürmers an und wollten die drei verlorenen Punkte daher nachträglich am Grünen Tisch zurückerlangen. In ihren Augen lag die Spielgenehmigung für Suaterna-Florez zwar laut DFB-Spielerportal seit 31. Januar 2023 vor, jedoch hatte der Kolumbianer in dieser Saison schon mehrere Spiele in seinem Heimatland für den La Farza FC absolviert. „Nach unserer Auffassung war das Spielrecht damit in Deutschland erloschen und bestand seitdem in Kolumbien fort“, sagt TSV-Vorstandsmitglied Andreas Graef.

Das FVN-Sportgericht prüfte nun den Fall und kam zu der Feststellung, dass der Angreifer sich für die zurückliegenden Ligaspiele in seinem Heimatland nie eine internationale Spielerlaubnis geholt hatte. Somit war seine Spielberechtigung weiterhin in Deutschland gültig. „Dieser Status war für uns zuvor nicht ersichtlich“, erklärt Graef. Somit seien die Einsätze von Suaterna-Florez in Kolumbien aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zulässig gewesen. Die DJK Union Frintrop hatte übrigens ebenfalls Einspruch gegen die Wertung der Begegnung am darauffolgenden Wochenende gegen den SC St. Tönis (0:0) eingelegt, auch dieser Protest wurde vom FVN-Sportgericht abgewiesen. Deshalb sehen die TSV-Verantwortlichen auch von einem Gang zu einer nächsthöheren Instanz ab. „Aufgrund der neuen Informationslage macht das keinen Sinn. Wir akzeptieren das Urteil und konzentrieren uns nun wieder auf das Sportliche“, so Graef.

In der Tabelle der Oberliga Niederrhein nehmen die Meerbuscher zwei Spiele vor Ende der Hinrunde mit 14 Punkten den ersten Abstiegsplatz ein. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt aktuell einen Zähler. „Wir befinden uns ganz eindeutig im Kampf um den Klassenerhalt – und ich hoffe, dass das jetzt auch jeder verstanden hat“, betont Trainer Kevin Kreuzberg. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr tritt seine Mannschaft auf dem Lanker Sportplatz gegen den SV Straelen an. Zum Abschluss der Hinrunde gastieren die Blau-Gelben am Samstag, 10. Dezember (15.30 Uhr), beim VfB Hilden.

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