Teilnehmer gesucht Stadtsportverband bildet Schiedsrichterinnen aus

Meerbusch · Der Stadt-Sport-Verband Meerbusch bietet eine Schiedsrichterinnen-Ausbildung an.

Vorbild für fußballinteressierte Mädchen: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus.

Vorbild für fußballinteressierte Mädchen: Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus.

Foto: dpa/Jens Wolf

(cba) Johannes Peters weiß, wovon er spricht. In den 1970er- und 1980er-Jahren leitete er selbst zahlreiche Amateurfußballspiele als Schiedsrichter. „Ich war selbst kein begnadeter Kicker und bin deshalb damals diesen Weg gegangen“, sagt der Ehrenvorsitzende des TSV Meerbusch. In seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Stadt-Sport-Verbands Meerbusch (SSVM) hat er nun einen Lehrgang ausschließlich für weibliche Schiedsrichteranwärterinnen initiiert. „Ich habe es beim TSV schon selbst schon erlebt, dass Mädchen und junge Frauen, die Schiedsrichterin werden wollen, das Ganze lieber allein unter ihren Geschlechtsgenossinnen angehen möchten“, sagt Peters. In Zusammenarbeit mit dem Fußballkreis Kempen-Krefeld bietet der Stadt-Sport-Verband unter der Leitung von Schiedsrichter-Obmann Andreas Kotira nun allen Interessentinnen die Möglichkeit, Schiedsrichterin zu werden. Die Ausbildung zur Unparteiischen ist kostenlos und wird an sechs Terminen im Juni stattfinden. Zweimal müssen die Teilnehmerinnen vor Ort zu Präsenzveranstaltungen erscheinen, vier weitere Termine werden als Onlineseminar angeboten. Hinzu kommt die Abschlussprüfung. Die Schulungen werden in den Räumen der Meerbuscher Fußballvereine stattfinden. „Die genaue Festlegung erfolgt nach den Meldungen“, sagt Peters. Zum Zeitpunkt der Prüfung müssen die Interessentinnen mindestens 13 Jahre alt sein, ansonsten gibt es keine Ausschlusskriterien. „Jedes Mädchen und jede Frau, die sich für Fußball interessiert, ist bei den Lehrgängen willkommen. Es gibt keine vorab notwendigen Qualifikationen“, erklärt Peters. Nach der bestandenen Prüfung müssten die Schiedsrichterinnen Mitglied in einem Club des Fußballverband Niederrheins werden, der Eintritt in einen Verein könne auch noch im Anschluss erfolgen. Die Schiedsrichter-Ausstattung (Trikot, Hose, Stutzen) werde in der Regel vom Verein gestellt. Es gibt verschiedene Anreize, dieses Ehrenamt zu übernehmen. Abhängig von der Spielklasse gibt es für jede geleitete Partie eine finanzielle Aufwandsentschädigung. Bei Jugendspielen sind es 20 Euro, bei Kreisligaspielen der Erwachsenen 30 Euro und bei Oberligaspielen 80 Euro. Die Fahrtkosten werden ersetzt. „Wenn man mehrere Spiele im Monat pfeift, kommt da schon ein bisschen Geld zusammen“, meint Peters. Der Schiedsrichter-Ausweis berechtigt zudem zum freien Eintritt für alle Partien des DFB, dies gilt auch für alle Bundesligaspiele. „Darüber hinaus hält man sich durch als Schiedsrichterin körperlich fit und man kann seine Persönlichkeit weiterentwickeln. Selbstvertrauen und Durchsetzungskraft werden enorm gestärkt“, sagt Peters. Infos und Anmeldung: Stadt-Sport-Verband Meerbusch, Johannes Peters per E-Mail: [email protected] oder Telefon 0177/6608 617

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