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Fotograf Frank Straatmann stellt in Meerbusch aus

Meerbusch : Den Alltagstrott fotografiert

Frank Straatmann arbeitet sei über 30 Jahren als Fotograf. Er hat einen großen Wandel erlebt und versucht diesen in seinen Bildern künstlerisch zu verarbeiten.

Fotograf Frank Straatmann ist seit mehr als 30 Jahren kreativ tätig. In dieser Zeit hat der gebürtige Meerbuscher viele Veränderungen miterlebt. „Angefangen habe ich noch mit einer Analogkamera, ohne Hilfen wie einen Autofokus, die heute selbstverständlich sind“, so Straatmann. Und obwohl auch er heute teilweise digital fotografiert, kehrt er doch gern zurück zu der alten Technik, mit der er sein Handwerk gelernt hat. In frühen Jahren war er zeitweise Assistent des Fotographen Jürgen Wiese und fand ihn ihm Coaching, Kritik und Ansporn zugleich.

Ursprünglich hat Straatmann vor allen Dingen dokumentarisch fotografiert: Menschen, Landschaften, Gebäude, dargestellt so nah am natürlichen Original wie technisch möglich. Aber seit Jahren beschäftigt den Fotokünstler die rasche Fortentwicklung unserer Gesellschaft. „Ich sehe das bei meinen Kindern, und auch bei mir“, so der 58-Jährige.

Und genau diese Entwicklung versucht Straatmann auch in seinem Schaffen aufzufangen. Dazu bedient er sich neuer Stilmittel. So entstehen Bilder, die für das Auge ungewohnt sind.

Bewusst arbeitet der Meerbuscher Fotograf mit Verwacklungen, Unschärfe. Er will, dass die Menschen über seine Fotos stolpern, innehalten, sich Zeit nehmen. „Auf Instagram beträgt die durchschnittliche Verweildauer weniger als eine Sekunde pro Bild. Ich will, dass man einen Moment braucht, um meine Arbeiten zu verstehen.“

Auf diese Weise will Straatmann dem Betrachter auch den Wert und die Flüchtigkeit von Zeit vermitteln.

Städtische Räume und Menschen im urbanen Kontext

Der Fotograf bewegt die Kamera während der Aufnahme, die Effekte werden nicht nachträglich eingebaut. So entstehen Bilder, die sich erst auf den zweiten, manchmal auch erst auf den dritten Blick erschließen. Abgelichtet sind vor allem Stadtlandschaften, Menschen im urbanen Kontext. Nach mehreren Ausstellungen, unter anderem in der namhaften Nikon Deutschland Galerie, stellt Straatmann ab Sonntag, 16. August, in seiner Heimatstadt aus, in der Kunstgalerie Meerbusch, Mühlenstraße 1, in Lank-Latum. Den Galeristen Klaus Pampel kennt Straatmann schon länger. Obwohl es nicht seine erste Ausstellung in Meerbusch ist, – er zeigte seine Werke bereits im Kulturbahnhof – ist die künstlerische Rückkehr in die Heimat für Straatmann ein besonderes Ereignis. Der Fotograf nutzt nicht nur die Gelegenheit, um seine neuen, etwas abstrakten Fotografien zu präsentieren, sondern auch um in rund 30 Bildern einen Überblick über seine komplette, über 30-jährige Laufbahn und Entwicklung als Fotograf zu geben.

Die Vernissage ist um 15 Uhr, die Ausstellung ist bis zum
30. August, Mittwoch,
Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr, am Samstag von 11 bis 15 Uhr, sowie auf Anfrage unter Telefon 0173/5432943
(Fotograf) oder 0172/ 2700909 (Galerist) geöffnet.