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Förderverein Haus Meer: Kampf gegen den Wildwuchs

Förderverein Haus Meer: Kampf gegen den Wildwuchs

Förderverein setzt Pflege- und Erhaltungsarbeiten fort.

Büderich. Bis zu 25 000 Euro stehen dem Förderverein Haus Meer im laufenden Jahr zur Verfügung, um den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung der Strukturen des ehemaligen Weyhe-Parks umzusetzen. Daran beteiligen sich auch immer mehr Bürger, die eine Baumpatenschaft übernehmen. Drei neue Bäume wurden jetzt auf dem historischen Gelände in die Erde gesetzt.

Das 100-jährige Bestehen von Meererbusch feierten die Anwohner im Vorjahr mit einem großen Diner en blanc auf dem Parkgelände von Haus Meer. „Das war ein toller Tag, 500 Büdericher haben mitgemacht“, erzählt Heidi Ziehm. Zur Erinnerung hat das Nachbarschafts-Komitee in der Nähe des ehemaligen Küchengartens einen Walnussbaum gepflanzt.

Durch eine Führung des Fördervereins wurden die Eheleute Elke Höhfeld-Röller und Wilhelm Röller auf Haus Meer aufmerksam. Sie spendeten jetzt eine amerikanische Roteiche, die in Zukunft durch seine feurige Herbstfärbung zum Blickfang werden dürfte. Ein weiteres Paar, das anonym bleiben möchte, hat sich für eine Magnolie entschieden.

Fast 200 000 Euro hat der Förderverein seit 2008 in die Restaurierung des Landschaftsparks investiert. Es war angesichts der Eigentumsverhältnisse nicht nur bisweilen ein Kampf gegen Windmühlen, „sondern vor allem ein Kampf gegen den Wildwuchs“, erklärt der Vorsitzende Herbert Jacobs. Durch Rodungen konnten Park- und Sichtachsen, die Topografie sowie das nördliche Landschaftsfenster freigelegt und das Geländes aufgewertet werden. „Inzwischen gibt es nicht nur einen breiten Konsens, dass Haus Meer als Gesamtdenkmal einen hohen historischen Wert besitzt, sondern auch, dass es unabhängig von den Hotelplänen zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll“, sagt Jacobs.

Gar nicht beglückt ist Jacobs hingegen von der Meldung, dass das Land sich bis 2015 ganz aus der Denkmalförderung zurückziehen und stattdessen eine kreditfinanzierte Förderung einführen will. „Das ist der falsche Weg“, sagt sogar der grüne Landtagsvizepräsdient Oliver Keymis. Die Reduzierung der Mittel von 11,4 auf 9,4 Millionen Euro mache sich schon jetzt substanziell bemerkbar. „Ich bin dafür, mindestens diesen Status quo auch beizubehalten.“ Wie man das erreichen kann? „Druck ausüben“, betont Keymis.