Feuerwehr in Meerbusch Neue Feuerwache in Osterath soll 2028 fertig werden

Meerbusch · Der Neubau an der Marie-Curie-Straße ersetzt die marode Wache des Löschzugs Osterath. Die Stadt plant mit Kosten von rund neun Millionen Euro.

 Die Feuerwache an der Hochstraße ist in die Jahre gekommen und soll abgerissen werden, ein Neubau wird derzeit geplant.

Die Feuerwache an der Hochstraße ist in die Jahre gekommen und soll abgerissen werden, ein Neubau wird derzeit geplant.

Foto: RP/Feurewehr Meerbusch

(dsch) Der Löschzug Osterath soll ein neues Gerätehaus bekommen. Die aktuelle Anlage an der Hochstraße entspricht schon lange nicht mehr dem Bedarf der Rettungskräfte, ein Neubau ist unumgänglich – die Stadt bewertet die aktuelle Lage als „defizitär“. Zudem soll die Wache auch Platz für eine neue Nutzung machen – auf dem Gelände der benachbarten ehemaligen Schule laufen Planungen für ein Wohnquartier.

Entstehen soll der Neubau gegenüber des Dr.-Hans-Lampenscherf-Platzes, an der Ecke Winklerweg und Marie-Curie-Straße. Das Gelände wurde bereits 2021 von der Stadt gekauft, aktuell wird geplant, wie dort gebaut werden kann. Die Situation für die Feuerwehrkräfte soll unter anderem durch ausreichende Parkplätze für Einsatz- und Privatwagen sowie durch eine saubere Schwarz-Weiß-Trennung verbessert werden. Darunter versteht man getrennte Bereiche für die Einsatzkräfte, die von einem Brand zurückkehren und entsprechende Kontaminationen mit sich bringen können. Eine solche Trennung ist inzwischen Standard bei Feuerwachen. Sieben Einsatzfahrzeuge sollen am Standort bereitstehen.

Einen ersten Vorentwurf
gibt es bereits

Eine erste Vorentwurfsplanung hat den groben Rahmen für den geplanten Bau samt Raumkonzept vorgelegt. Dieses sieht unter anderem eine mehr als 400 Quadratmeter große Fahrzeughalle, einen teilbaren Schulungsraum und Umkleiden für 18 Damen und 71 Herren vor. Insgesamt werden auf zwei Stockwerken rund 1900 Quadratmeter Raumfläche geplant. Geheizt werden soll das Gebäude über Nahwärme über eine benachbarte Anlage der Stadtwerke. Teile des Stroms werden über eine eigene Fotovoltaik-Anlage erzeugt. Parallel zur Gebäudeplanung sollen auch die Freiflächen gestaltet werden. Sie sollen neben einer problemlosen An- und Abfahrt auch Areal für Übungen und Vorführungen berücksichtigen. Hierbei soll auch auf eine möglichst geringe Flächenversiegelung geachtet werden.

Aktuell rechnet die Stadt mit Kosten in Höhe von knapp neun Millionen Euro für das Projekt, allerdings sind Schwankungen von bis zu 40 Prozent zu erwarten.

Zeitlich hängt das Projekt jedoch von einem anderen Vorhaben ab, das aktuell in Osterath angelaufen ist: der Unterführung am Bahnhof. Aktuell befinden sich im Stadtteil Osterath zwei Feuerwachen: die des örtlichen Löschzugs an der Hochstraße und die Hauptwache an der Insterburger Straße. Letztere soll bis 2030 aufgegeben und auf ein Gelände nördlich von Büderich verlegt werden. Somit bleibt die Marie-Curie-Straße nach Abschluss aller Arbeiten die einzige Osterather Wache. Ein Problem stellt hier die Trennung des Ortes durch die Bahngleise dar: Seit Jahren gibt es regelmäßig Staus und Wartezeiten, wenn die Schranken geschlossen sind. Bis dieses Hindernis behoben ist, muss eine Präsenz der Feuerwehr auf beiden Seiten der Schranke gegeben sein, um im Notfall keine wertvollen Minuten zu verlieren und im Zweifelsfall Leben zu riskieren. Wenn die geplante Unterführung für Autos unter den Gleisen fertig ist, können die Standorte Hoch- und Insterburger Straße aufgegeben werden.

Ob all diese Projekte tatsächlich im aktuellen Zeitplan bleiben, ist noch unklar. Die Stadt geht aber davon aus, dass die neue Wache an der Marie-Curie-Straße im zweiten Halbjahr 2028 fertig wird.