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FDP kritisiert Planung als „maßlos“

FDP kritisiert Planung als „maßlos“

Wie die Grünen hält auch die FDP den Grundriss des Luxushotels für inakzeptabel. Der Park werde „erdrückt“.

Meerbusch. Ob Investor oder Architekt am kommenden Mittwoch den Entwurf für das Luxushotel auf denkmalträchtigem Grund vorstellt, ist noch nicht sicher, doch der Tagesordnungspunkt „Haus Meer“ steht ganz oben auf der Sitzung des Kulturausschusses. Es ist die erste offizielle und öffentliche Präsentation für die politischen Entscheider.

Mitte Juli hatten Vertreter des Investors dem Technischen Dezernenten die Gebäude- und Parkskizze vorgelegt, die die CDU tags darauf an einem Informationsstand präsentierte. Breite Zustimmung aus der Bevölkerung hätten sie dort erfahren, teilten die Christdemokraten anschließend mit.

Inhalt und das Vorgehen missfielen ihrem Kooperationspartner, den Grünen: „Es ist nicht nachzuvollziehen, wieso eine Planung öffentlich kommuniziert wird, ohne dass es vorab die rechtlich notwendige Abstimmung mit den Behörden gegeben hat“, sagt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Peters. „Mit der Informationsveranstaltung der CDU tun wir uns keinen Gefallen, weil hiermit bei der Bevölkerung irreführend Begehrlichkeiten geweckt werden, die einer rechtlichen Prüfung kaum standhalten dürften.“

Diese Bewertung teilt die FDP, wie sie gestern deutlich machte: Nur auf den ersten Blick wären die Pläne der Regent-Hotelgruppe gefälliger, schreibt der Fraktionsvorsitzende Klaus Rettig. „Bei näherer Betrachtung ist die Planung aber maßlos.“ Im Entwurf werde die bebaute Fläche 2,5-mal größer als das ehemalige Schlossgebäude mit der Remise. „Mit diesem Bauvolumen würde der Park ,erdrückt’, er würde zum ,Vorgarten’ eines Luxushotels degradiert“, urteilen die Liberalen. Die Denkmalbehörden könnten und würden dem sicherlich nicht zustimmen, nachdem sie schon eine frühere, kleinere Lösung „aus denkmalfachlicher, garten- und baudenkmalpflegerischer Sicht unter gar keinen Umständen“ hatten durchwinken können.

Das Fazit der liberalen Fraktion fällt eine knappe Woche vor der Präsentation im Kulturausschuss unmissverständlich aus: „Die verlockende Idee, dem Weyheschen Landschaftspark mit einem Hotel in seiner Mitte wieder zum Leben zu verhelfen und den Bürgern zugängig zu machen, muss als gescheitert betrachtet werden.“