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Energieberatung im Bürgerhaus Lank

Energieberatung im Bürgerhaus Lank

Die Verbraucherzentrale NRW bietet ab Juni im Bürgerhaus Lank eine Energieberatung an. Auch Hausbesuche sind möglich.

Meerbusch. Die Stadt hat in dem Bemühen, ihre Energiebilanz im Zuge der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes zu verbessern, einen weiteren Baustein hinzugefügt. Ab Juni bietet die Verbraucherzentrale NRW im Bürgerhaus Lank eine Energieberatung an.

„Der Bedarf bei uns mit einem 50-prozentigen Anteil an Ein- oder Zwei-Familienhäusern ist riesig“, erklärt Dezernentin Angelika Mielke-Westerlage den Schritt, neben der Beratung der Wirtschaftsbetriebe Meerbusch ein zusätzliches, anbieterunabhängiges Angebot zu machen.

Damit ist Meerbusch die erste Kommune im Kreis neben Dormagen, die einen solchen Stützpunkt aufweisen kann. „In Dormagen machen wir das schon seit 20 Jahren. Leider ist sonst noch keiner im Kreis dem Meerbuscher Vorbild gefolgt“, sagt Dorothea Khairat, Leiterin der Verbraucherberatungsstelle.

Der Experte in Lank heißt Thomas Bertram. Der Ingenieur bietet eine solch stationäre Beratung bereits in Düsseldorf an. „Da sind auch schon viele Meerbuscher hingekommen“, erzählt Bertram, der jedoch damit rechnet, dass in Lank die Hauptthemen andere sein werden als in der Landeshauptstadt: „Es wird wohl mehr um Komplexe wie Wärmedämmung sowie Heizungs- oder Lüftungstechnik gehen. In Düsseldorf kommen die Leute oft, wenn sie Fragen zu ihrer Heizkostenabrechnung haben.“

Eine 30-minütige Beratung kostet dank einer Förderung durch den Bund nur fünf Euro. Hausbesuche (60 Euro für 90 Minuten) durch einen Energie-Experten sind bei konkreten Sanierungsplänen ebenfalls möglich.

Für den Anfang ist Bertram nach Terminabsprache in der Regel jeden ersten Freitag im Monat von 14 bis 17 Uhr im Bürgerhaus anzutreffen. Bertram, der seit 2004 Energieberatungen durchführt, betont, dass das Ziel, den Energieverbrauch zu senken, im Neu- wie im Altbau und ebenso in der Mietwohnung zu realisieren ist. Der Renner momentan: „Die Dämmung von Kellerdecken. Das ist einfach, unschlagbar günstig und man kann 16 Prozent Heizenergie einsparen.“

Der Fachberater kann auch Fragen zur Vermeidung von Schimmel beantworten, schlägt jedoch keine Anbieter von Umwelttechnik vor. „Wir sind neutral, da muss der Kunde sich schon selbst einen Überblick verschaffen.“