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Elfenreich beginnt hinter Gartentor

Elfenreich beginnt hinter Gartentor

Christian Wever hat in Ilverich ein kleines Öko-Paradies geschaffen.

llverich. Ein kleines Paradies auf Erden findet man hinter einem Gartentor in Ilverich. Schon der Vorgarten mit seinen farbenfrohen Pflanzen zieht die Aufmerksamkeit der Vorbeifahrenden auf sich. Doch wer den Garten hinter dem Haus betritt, findet sich an einem der schönsten Orte von Meerbusch wieder.

Eine grüne Rasenfläche, umgeben von etwa 1000 verschiedenen Arten exotischer Pflanzen, wird durch einen Teich gleich neben dem Wintergarten und einem von Kröten und Fröschen bewohnten Biotop abgerundet.

Der Vollbringer dieses kleinen Wunders, Christian Wever, ist 27 Jahre alt. Seine Leidenschaft für Pflanzen wurde schon früh durch seine Großmutter geprägt. In deren Garten hatte er seine eigene kleine Gärtner-Ecke. „Ich liebe Pflanzen, seit ich denken kann. Und daraus hat sich eine richtige Sammelleidenschaft entwickelt. Es existiert einfach eine so faszinierende Vielfalt“, schwärmt Wever. „Pflanzen brauchen viel Zuneigung und Pflege. Man muss sich eigentlich nur Zeit nehmen, dann kann das jeder.“

Der Garten, in dem er sich ausgebreitet hat, um Stauden, Tomaten, Kräuter und Zierpflanzen zu züchten, gehört seinen Eltern. „Meine Eltern haben mich immer machen lassen. Sie finden es gut, was ich aus ihrem Garten gemacht habe. Trotzdem haben sie natürlich immer ein Mitspracherecht. So war der Teich eine Idee meines Vaters“, erläutert der Hobbygärtner.

Seit Anfang des Jahres arbeitet Wever jedoch auf sein ganz eigenes Gartenreich hin: „Ich bin im Januar umgezogen, in eine Wohnung mit Garten in Düsseldorf-Wersten. Der Garten ist kleiner, und ich stehe noch ganz am Anfang. Aber ich freue mich darauf, ihn zu gestalten“, verrät er.

Grund für den Umzug ist seine Doktorandenstelle in Düsseldorf. „Ich arbeite im Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie und beginne gerade mit meiner Doktorarbeit. Damit bin ich noch die nächsten drei Jahre beschäftigt.“ Danach möchte der Biologe gerne in die Forschung und Züchtung einsteigen.

Besonders gut gefällt ihm in diesem Jahr die Elfenblume. „Sie ist wunderschön und passt so gut zu meiner Heimat. Ilverich bedeutet nämlich übersetzt Elfenreich. Darum habe ich die Pflanze auch als Symbol für meine nächste Aktion Anfang Mai gewählt“, sagt Wever. Am 1. Mai findet ab 10 Uhr der erste Stauden- und Raritätentag auf dem Ilvericher Dorfplatz statt. „Wir veranstalten eine Pflanzenbörse. Da ist für jeden was dabei — von einfachen Tulpen bis zu Freilandorchideen.“

Weitere Informationen über diese und andere Veranstaltungen sowie Eindrücke des Gartens finden sich auf seiner Internetseite.