Ein Casting für Ritter Rost

Schauspieler und Musiker wollen beim neuen Abenteuer im Forum mitspielen.

Strümp. Ob hoch konzentriertes Einsingen oder gespanntes Warten mit Lampenfieber auf das Vorsingen, die jungen Teilnehmer am Casting für eine Aufführung des Ritter-Rost-Musicals verbindet zweierlei: Sie sind motiviert und mutig. Unter 28 Bewerbern für die Schauspielerrollen und Musiker sind alte und neue Gesichter. „Zwei Drittel sind Wiederholungstäter“, sagt Peter Koch, musikalischer Leiter des Kindermusicals.

Stella Jabben von der Krefelder Puppenbühne „Theater Blaues Haus“ begleitet Tochter Edda (10), die schon in einer früheren Aufführung eine Rolle erhaschte, auch dieses Mal, und leitet sie auf dem Flur der Strümper Musikschule zu entspannenden Atemübungen an.

Rund 15 Minuten darf jeder Kandidat zeigen, was in ihm steckt, wie gut schon einige Passagen aus der Vorlage „Ritter Rost ist krank“ sitzen und was die Stimme im zarten Alter hergibt. Das lässt die Ergebnis lässt die Zuhörer erstaunen, wie am Beispiel von Aspirantin Jona Postel, (9), klar wird. Sie hat erste Erfahrung in der Theater-AG sammeln können, aber reicht die Stimme für ein kleines Stadttheater mit mehreren hundert Sitzplätzen?

Erst noch zaghaft, gelingt es mit liebevoller Unterstützung und Animation von Christina Beyerhaus, die das Stück in Szene setzt, stimmlich einiges Interesse zu wecken. „Versuch’ einfach, Spaß zu haben und nicht zu fragen, ob du es kannst“, rät Beyerhaus stets den Kindern. Im Duett fallen alle Hemmungen. Textsicher und spielfreudig wird plötzlich der Ausschnitt um das Leiden des beliebten Ritters — es geht ums Pfeiffersche Dosenfieber — intoniert.

Um stärker auf den einzelnen Vortrag eingehen zu können, wurde das Casting aus dem Stammhaus Forum Wasserturm in die Räume der Musikschule verlegt und statt des Sammeltermins wurden einzelne Vorsprechen vereinbart, erklärt Peter Koch, der Taktgeber beim Vorsingen am Klavier.

Jetzt müssen die Bewerber ausharren, bis Mitte dieser Woche bekanntgegeben wird, wer mitmachen kann, darf und soll. Im August reist das neu zusammengestellte Ensemble dann zu einer Probewoche, um ungestört zu üben.