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Ehrenamtspreis der Bügerstiftung Meerbusch für Heike Dohm

Auszeichnung : Heike Dohm bekommt Ehrenamtspreis

Die Osteratherin setzt sich seit 2015 vor allem für die Unterstützung von geflüchteten Menschen ein.

(dsch) Heike Dohm vom Verein „Meerbusch hilft“ ist mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden, den die Bürgerstiftung Meerbusch mit der Sparkasse Neuss vergibt. Damit wurde ihr sechsjähriges Engagement rund um Geflüchtete gewürdigt.

„Ins Ehrenamt gekommen bin ich durch Zufall“, so die 55-Jährige. Zum Höhepunkt des Flüchtlingszustroms, wurde in ihrer Nachbarschaft in einer ehemaligen Kita eine Unterkunft eingerichtet. „Meine Mutter ist damals aus der DDR in den Westen gekommen. Sie wurde hier nicht empfangen, hat sich nie wirklich zu Hause gefühlt. Diese Einstellung hat meine Jugend geprägt, und ich wollte, dass die Neuankömmlinge hier ein schöneres Willkommen erwartet“, so Dohm.

Sie kam in Kontakt mit den Gründern des Vereins „Meerbusch hilft“ und trat bald bei. „Seither unterstützt Heike Dohm unsere Arbeit mit großem Einsatz“, sagt Antje Schwarzburger, stellvertretende Vereinsvorsitzende. Zur wichtigsten Aufgabe der Preisträgerin gehört die Veranstaltung des Begegnungsabends. Bei dem niederschwelligen Angebot können Geflüchtete mit Deutschen in Kontakt kommen, am Buffet ein Gespräch beginnen oder mit einem Gesellschaftsspiel die Sprache lernen. Da dieses Angebot in Corona-Zeiten nicht stattfinden konnte, organisierte Dohm ein Lotsen-Team, das den Flüchtlingen bei Problemen etwa mit Ämtern oder auf der Jobsuche zur Seite steht. „So bald es geht, soll das Begegnungsangebot weitergehen“, sagt Dohm.

Sie wusste nicht, dass Schwarzburger sie für den Ehrenamtspreis nomiert hatte. „Der Anruf war eine Überraschung. Natürlich zeichnet der Preis nicht nur mich aus, sondern auch all die anderen Helfer – eine Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit allgemein.“ Dass die Feier im Tafel-Lager stattfinden konnte, empfand Dohm als willkommene Abwechslung von der digitalen Kommunikation. „Wir haben unser Angebot so gut es geht auf Distanz aufrecht erhalten, aber in der Geflüchtetenarbeit ist der persönliche Kontakt nicht zu ersetzten.“