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Die Zukunft des Meerbuscher Hallenbads

Die Zukunft des Meerbuscher Hallenbads

Architekt kalkuliert Varianten eines Neubaus. Die Entscheidung ist im Juni geplant.

Büderich. Wird Meerbuschs Hallenbad grundlegend saniert, notdürftig repariert oder ersetzt ein Neubau das alte Bad an der Friedenstraße? Vor dieser Frage stehen die Politiker. Zwei Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Badewesen liefern ihnen Argumente. Am Mittwochabend legte der Diplom-Architekt Kurt Pelzer die Rechenergebnisse für einen Neubau vor. Auftragsgemäß nicht berücksichtigt hat er die Kosten für ein Grundstück, für Erschließung und Außenanlagen.

Weil sich die Politik im Vorfeld auf kein Nutzungskonzept festgelegt hat, hat Kurt Pelzer aus einzelnen Modulen mehrere Varianten eines Sportbads durchgerechnet, mit denen sich die Politiker in den kommenden Wochen befassen werden: ein Mehrzweck- und ein Lehrschwimmbecken, eine Sprunganlage mit drei oder fünf Meter hoher Plattform, mal separat, mal in einer Bucht platziert, ein Planschbecken.

Ermittelt wurden Kosten für das Bauwerk, die technischen Anlagen und Baunebenkosten. „Die Kerndaten wurden mit Durchschnittsdaten hochgerechnet“, erläutert Pelzer das Verfahren.

Die Wirtschaftlichkeit des Neubaus — beeinflusst von Besucherzahl, Öffnungszeiten und Energieverbrauch — beurteilte der Architekt auf der Datenbasis von 2010, die ihn durchaus staunen ließ: „Mit wie wenig Wasser Sie hier auskommen, ist mir unerklärlich.“ Am Ende kommt der Experte der Bädergesellschaft zu einem eindeutigen Votum und empfiehlt ein Hallenbad mit Mehrzweck- sowie einem Lehrschwimmbecken, einer separaten Sprungbucht und einem Planschbecken: „So etwas braucht man heute.“

Ob sich die Fraktionen für einen vielleicht sieben Millionen Euro teuren Neubau entscheiden und dieser Empfehlung folgen, wird nun diskutiert. Parallel zu den aktuellen Zahlen der Bädergesellschaft werden sie sich mit den Sanierungskostenschätzungen befassen. In der Sitzung des Schul- und Sportausschusses am 21. Juni soll eine Entscheidung fallen.