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Corona-Krise Meerbusch: Kreisverwaltung rudert bei Maskenpflicht zurück

Corona-Krise in Meerbusch : Masken empfohlen in Fußgängerzonen

Nachdem zu Beginn der Woche eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen in Osterath und Lank-Latum galt, gibt es jetzt auf Betreiben der Stadt nur noch eine Empfehlung. Außerdem gibt es eine neue Maßnahme, die die Meerbuscher Schüler betrifft.

(dans) In den Fußgängerzonen an der Hochstraße in Osterath und der Hauptstraße in Lank-Latum gilt für Passanten nur noch die Empfehlung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nachdem der Rhein-Kreis Neuss am Sonntag den Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen überschritten hatte und vonseiten der Kreisverwaltung verschärfte Schutzmaßnahmen erlassen worden waren, galt zu Beginn dieser Woche noch gemäß der Allgemeinverfügung des Rhein-Kreises eine Maskenpflicht in den Meerbuscher Fußgängerzonen.

Vonseiten der Bevölkerung gab es für diese Regel schnell Kritik, da – so die Meinung vieler Bürger – die Menge der Passanten in den beiden Fußgängerzonen überschaubar sei und sich dort die Abstandsregeln gut umsetzen ließen. Auch bei der Stadtverwaltung war man unglücklich mit dieser Regelung. „Die Situation hier ist nicht vergleichbar mit anderen Fußgängerzonen wie beispielsweise in Düsseldorf“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Für eine breite Akzeptanz der Regeln sei es wichtig, dass diese auch nachvollziehbar seien. Und das sei bei einer Maskenpflicht in den Meerbuscher Fußgängerzonen nicht der Fall.

Deshalb wurde über die Allgemeinverfügung nun noch einmal auf Kreisebene diskutiert, mit dem Ergebnis, die Regelungen entsprechend der einzelnen Kommunen anzupassen. Für die Fußgängerzonen in Osterath und Lank-Latum gilt daher keine Masken-Pflicht mehr, sondern wie an der Büdericher Dorfstraße nur noch eine Empfehlung. Vom Tisch ist die Masken-Pflicht dadurch aber noch nicht. Je nach weiterer Entwicklung des Infektionsgeschehens sei eine (Wieder-)Einführung denkbar, heißt es vonseiten der Stadt.

Auf der besonders stark frequentierten Buslinie zum Mataré-Gymnasium und zur Maria-Montessori-Gesamtschule will die Stadt zwei zusätzliche Fahrzeuge einsetzen, um die Menge der Fahrgäste und damit das Infektionsrisiko während der Fahrt zu verringern. Die Schulverwaltung der Stadt will dabei beobachten, wie hoch die Nutzung der Schulbusse und damit der Erfolg der Maßnahme sein werden.