BUND: „Luft ist schlecht“

BUND fühlt sich in seiner Skepsis bestätigt. Klageschrift gegen K9n liegt vor.

Osterath. Die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung der Luft werden an der Meerbuscher Straße in Osterath nicht überschritten. Das teilte die Bezirksregierung Düsseldorf in der vergangenen Woche Bürgermeister Spindler und dem Technischen Dezernenten Just Gérard mit.

Für die Meerbuscher Ortsgruppe des Bundes für Natur- und Umweltschutz, BUND, ist das keine Überraschung. „Wir haben nie gesagt, die Werte würden überschritten“, sagt BUND-Mitglied Astrid Hansen. „Wir fühlen uns aber in unserer Haltung, dass die Kreisstraße nicht gebaut werden sollte, durch die neuen Zahlen bestätigt. Die Luft ist schlecht.“

Ein Jahr lang hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) einen Passivsammler an der Meerbuscher Straße in Osterath installiert. Auslöser der Untersuchung war der Protest gegen die Verlängerung der Kreisstraße 9, die den Verkehr künftig vom Bergfeld in Strümp am Wohn- und Gewerbegebiet Strümper Busch vorbei unter der A57-Brücke hindurch zur Autobahnanschlussstelle Bovert (A 57) führen soll.

„Die aufgrund ihres Gutachtens zum B-Plan vermutete Überschreitungssituation für Stickstoffdioxid an der Meerbuscher Straße konnte für das Jahr 2013 erfreulicherweise nicht bestätigt werden“, schreibt die Bezirksregierung an die Verwaltungsspitze. „Die Erstellung eines Luftreinhalteplans ist daher derzeit nicht erforderlich.“

Gemessen wurden im Jahresmittel 38 Mikrogramm pro Kubikmeter Stickstoffdioxid (NO2) und damit ein Wert, der zwei Mikrogramm unter dem EU-Grenzwert liegt. „Nur“, sagt Astrid Hansen. „An der Meerbuscher Straße ist ziemlich schlechte Luft.“ Komme der Verkehr hinzu, den das Neubaugebiet Ostara und der Frischemarkt künftig anziehen werden, werde die Grenze mit Sicherheit erreicht, die die Aufstellung eines Luftreinhalteplans notwendig mache, argumentiert der BUND.

„Der Luftreinhalteplan ist formal sehr aufwendig, macht die Luft aber nicht unbedingt besser.“ — „Es ist schön für Meerbusch, dass noch kein Luftreinhalteplan notwendig ist, aber umso wichtiger, dass man keine zusätzlichen Belastungen schafft“, sagt Astrid Hansen.

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