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Bewässerungssäcke in Meerbusch bei Mäharbeiten zerstört

NRW : Gärtner zerschneiden wiederholt Wassersäcke

Die Stadt Meerbusch verteilt kostenlos an Baumpaten Bewässerungssäcke. Ärgerlich: Mitarbeiter eines Gärtnerbetriebs haben die Säcke bereits drei Mal bei Mäharbeiten zerstört.

(male) Immobilienmakler Andreas Galonska wohnt in den neuen Häusern an der Ruth-Niehaus-Straße in der Nähe vom Areal Böhler und hat Patenschaften für junge Bäume übernommen. „Direkt an unserer Ecke wurden die fünf jungen Bäume gepflanzt, und damit wir es schön grün vor der Haustüre haben, haben wir die Patenschaft für sie übernommen“, berichtet Galonska. Er versorgt die noch schwachen Bäume regelmäßig mit Wasser und war von der Verteilung von Wassersäcken für die Jungpflanzen sehr angetan. „Das ist toll, dass man die Kunststoffsäcke kostenfrei im Bürgerbüro abholen und ganz einfach an den Pflanzen anbringen kann“, freut sich der engagierte Bürger. Diese Säcke helfen, das Wasser sukzessive an die Neuanpflanzungen abzugeben, damit diese nicht in einem plötzlichen Wasserbad „ertrinken“ und danach austrocknen.

Doch weder Galonska noch die Stadt hatten die Rechnung mit den von der Stadt beauftragten Garten- und Landschaftsgärtnern gemacht. Die Mitarbeiter haben nach Angaben von Andreas Galonska bereits drei Mal vor seiner Haustüre bei einer Mähaktion an den Baumscheiben mit ihren Freischneidern die Säcke zerstört. „Dabei ist es so einfach, die Plastiksäcke zu öffnen oder hoch zu heben, um darunter das Gras zu mähen“, ärgert sich Galonska. Natürlich hat der Meerbuscher im Bürgerbüro immer wieder neue kostenfreie Säcke bekommen. „Aber das muss doch nicht sein“, schimpft er. Auch im Grünflächenamt ist die Problematik mittlerweile bekannt. Ein Stadtsprecher: „Selbstverständlich hat unser Grünflächenamt das Unternehmen schriftlich über die Beschädigung der Bewässerungssäcke durch Freischneider in Kenntnis gesetzt und erneut besseres Arbeiten in diesem Bereich eingefordert. Darüber hinaus wird die Stadt Meerbusch die beschädigten Säcke (auch bei künftigen Beschädigungen) in Rechnung stellen.“ Der Stadt sei sehr daran gelegen, sorgsam mit den Säcken umzugehen. „Außerdem sind wir der Bürgerschaft sehr dankbar, dass sie sich so für die Straßenbäume in Meerbusch einsetzt und uns als Stadt bei der Bewässerung der Bäume unterstützt. Daher ist auch uns als Stadtverwaltung daran gelegen, dass das Engagement der Bürgerinnen und Bürger entsprechend wertgeschätzt wird.“

Das Problem ist also im Rathaus erkannt worden. Ob sich etwas bessert, wird Andreas Galonska genau beobachten – von seinem Fenster aus, mit Blick auf die Bäume und die Säcke.