Autobrand: Polizei vermutet Vorsatz

Autobrand: Polizei vermutet Vorsatz

Die Polizei geht davon aus, dass der Wagen am Rudolf-Lensing-Ring am 31. Dezember absichtlich in Brand gesteckt worden ist.

Die Befürchtungen der Osterather scheinen sich zu bestätigen: Das Auto, das am Rudolf-Lensing-Ring geparkt war und am frühen Morgen des 31. Dezember in Flammen aufgegangen ist, wurde offenbar absichtlich in Brand gesteckt. Das hat gestern die Polizei mitgeteilt. „Nach derzeitigem Kenntnisstand geht der zuständige Brandsachverständige nicht von einem technischen Defekt, sondern von Brandstiftung aus“, sagt Polizeisprecherin Daniela Dässel. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder konkrete Hinweise auf den oder die möglichen Täter geben können, gebe es bislang aber nicht.

Es war kurz nach vier Uhr am Silvestertag, als eine Osteratherin von einem lauten Knallen und Knacken aus dem Schlaf gerissen wurde. „Ich kannte das Geräusch — von damals. Ich hab aus dem Fenster geschaut und es flackern gesehen, wie damals“, berichtete die Frau nach dem Vorfall. Nur wenige Minuten später traf die Feuerwehr mit 21 Einsatzkräften ein. Das Familienauto stand bereits komplett in Flammen.

Ein brennender Pkw am Rudolf-Lensing-Ring in Osterath — die Anwohner fühlten sich sofort an die Jahre 2010/2011 erinnert. Bei einer Brandserie gingen seinerzeit in Osterath innerhalb eines Jahres 24 Autos in Flammen auf. Bürger im Westen des Stadtteils griffen daraufhin zur Selbsthilfe und starteten eine Spendenaktion. Mit dem Geld wurde ein Sicherheitsdienst finanziert, der schwerpunktmäßig an den besonders betroffenen Straßen um den Rudolf-Lensing-Ring, den Bommershöfer Weg und die Max-Ernst-Straße „Streife“ ging. Mittlerweile gibt es diese Kontrollgänge nicht mehr. Die Brandserie wurde nie aufgeklärt.

Die Polizei sucht weiter Zeugen, die in Osterath zur Tatzeit Beobachtungen gemacht haben. Der Wagen, ein VW-Touran, sei um 22.45 Uhr am Rudolf-Lensing-Ring abgestellt worden, sagt Daniela Dässel: „Bemerkt wurde das Feuer um 4.12 Uhr.“ Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 02131/3000 entgegen.