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Anakonda am Latumer See: Meerbusch macht Jagd auf die Würgeschlange

Anakonda am Latumer See: Meerbusch macht Jagd auf die Würgeschlange

Meerbusch. Aktion Anakonda: Nach der Sichtung einer bis zu drei Meter langen Würgeschlange in einem Baggersee rüstet sich die Stadt Meerbusch bei Düsseldorf zu einer Fang-Aktion.

Derzeit suchten Mitarbeiter nach einer speziellen Reuse, um dem Tier mit Hilfe eines Köders habhaft zu werden, teilte die Stadt am Montag mit. Der betroffene Baggersee bleibe bis auf Weiteres für Passanten gesperrt.

Vorrangiges Ziel sei es, die Würgeschlange schnell und lebend aus dem See zu holen. Dies könne nach Auskunft von Experten aber dennoch ein äußerst schwieriges und möglicherweise auch langwieriges Unterfangen werden, erklärte die Stadt. Die Gelbe Anakonda gilt als sehr scheu und reagiert unmittelbar auf jede Bewegung im Wasser oder am Ufer.

Der Angler Eugen Janischewski hat das Tier am Donnerstag entdeckt. Zuerst glaubt er, Müll gesichtet zu haben, doch plötzlich gleitet der vermeintliche „gelbe Schlauch“ quicklebendig davon. Wenige Stunden später wird die Schlange laut Ordnungsamt erneut gesichtet und fotografiert. Reptilienexperten identifizieren sie anhand der Fotos als Gelbe Anakonda, normalerweise beheimatet in Südamerika.

Immerhin wird das Exemplar mit maximal vier Metern Länge nicht annähernd so groß wie ihre unheimliche Verwandte, die Große Anakonda.

Der Fall erinnert an „Sammy, den Kaiman“, Sommerspektakel des Jahres 1994. Der Brillenkaiman mit den bernsteinfarbenen Augen tauchte bei einem gemeinsamen Badeausflug mit seinem Besitzer in Dormagen ab, der Baggersee war darauf tagelang gesperrt, bis das Tier gefangen wurde.

Sollte es nicht gelingen, die Schlange einzufangen, wird das wärmehungrige Tier laut Experten den Winter wohl nicht überleben.

Auf ungewöhnliche Weise entledigte am Montag in Berlin ein Mann sich zweier Würgeschlangen. Er drückte einem Jungen in einem Einkaufszentrum eine Jutetasche in die Hand. Darin befanden sich die zwei Schlangen. Der Beutel wurde schließlich der Polizei übergeben. dpa