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An den Meerbuscher Grundschulen werden die Schüler auf Corona getestet

Wechselunterricht in Meerbusch : „Test-Event“ für Kinder in den Grundschulen

Nach den Osterferien und einer Woche Distanzunterricht sind am Montag die ersten Schüler in die Klassenräume zurückgekehrt. Ab sofort gehört auch Testen zum Schulalltag.

(male) Rund 170 Kinder sind am Montagmorgen an der Martinus-Schule in Strümp nach den Osterferien und einer Woche Distanzunterricht wieder in ihre Klassen zurück gekehrt. „Alles lief reibungslos bei uns im Wechselunterricht“, berichtet Schulleiterin Anne Weddeling-Wolff. Die Klassenlehrerinnen hatten für die Jungen und Mädchen Tabletts mit den Test-Kits vorbereitet, sodass jeder Schüler sich mit einem Nasenabstrich selber testen konnte. „Die Kinder haben das alle super gemacht“, sagt die Schulleiterin. Alle Schülerinnen und Schüler waren glücklicherweise auch negativ, sodass nach diesem „Test-Event“ und intensiven Aufklärungsgesprächen, die die Sorgen nehmen sollten, der Unterricht in den Klassen beginnen konnte. Mit einigen Eltern müsse jedoch noch ein weiterführendes Beratungsgespräch geführt werden, da sie der zweimaligen Testung noch kritisch gegenüber stünden.

Auch die 140 Kinder aus der Herz-Gruppe der Pastor-Jacobs-Schule in Lank wurde zum Schulstart alle negativ getestet. Schon vor den Osterferien habe man sich auf das Testverfahren vorbereitet, und in der Notbetreuung wurde das Prozedere auch schon ausprobiert. „Schon jetzt hat sich das ganz gut eingespielt“, sagt Schulleiterin Kerstin Manteufel. Plastikspielsteine hätten sich als ideale Halterung für die Röhrchen erwiesen, in denen die Klassenlehrer zehn Tropfen Lösung für jedes Kind einfüllen müssen. Kinder und Lehrer werden auch hier zweimal in der Woche getestet. Am Dienstag macht die Sonnengruppe ihren ersten Testdurchlauf. Aus der Elternschaft habe es keine Widerstände gegeben, doch sei der Wunsch geäußert worden, dass medizinisches Fachpersonal die Testungen durchführen solle. Einige Väter und Mütter sehen es auch kritisch, dass bei der Selbsttestung durch die Kinder alle zur selben Zeit die Masken abnehmen müssten. Die Testungen an sich werden befürwortet und von den kleinen Test-Profis als spannend „und gar nicht so schlimm“ empfunden.

Marc Adams, Schulleiter der Adam-Riese-Schule in Büderich, hatte den Eindruck, dass alle Jungen und Mädchen und deren Eltern auf den erneuten Wechselunterricht und den Corona-Selbsttest gut vorbereitet waren. „Die rund 150 Schüler waren sehr interessiert und hatten sich schon das Erklär-Video auf unserer Homepage angeschaut“, sagt der Pädagoge. Sie hätten teilweise schon daheim mit einem Wattestäbchen geübt. Bei einem Kind sei der Test positiv ausgefallen. Durch gute Betreuung durch die Klassenlehrerin und die Sozialarbeiterin blieb das Kind gelassen und wartete auf die Eltern, die nun weitere Tests veranlassen müssen.