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50 Jahre TuS: Mehr als nur Fußball

50 Jahre TuS: Mehr als nur Fußball

Der Verein in Bösinghoven feierte am Wochenende drei Tage in Folge sein 50-jähriges Bestehen.

Bösinghoven. Mit einer großen Geburtstagssause über drei Tage hat der TuS Bösinghoven sein 50-jähriges Bestehen am Wochenende gefeiert. Nach dem Auftritt von der Band Mammaplatzda am Freitag sowie Popcorn und Tim Toupet am Samstag wurde es am Sonntag im Festzelt etwas gediegener.

Beim Festakt überbrachte auch die frisch gewählte neue Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage ihre Glückwünsche und lobte den Verein noch aus einem anderen Grund: „Das ist mein erster öffentlicher Auftritt nach der gewonnenen Wahl, daher war der Gründungstermin des Vereins vor 50 Jahren wirklich gut gewählt.“ Da sich Mielke auch noch offen für Zumba-Kurse beim TuS interessierte, übergab ihr Vereinschef Johannes Peters gleich eine Beitrittserklärung.

Dass die Gemeinschaft der Vereine und Organisationen in einem Ort wie Bösinghoven besonders gut funktioniere, unterstrich Karl-Heinz Teeuwen, Erster Brudermeister der Pankratius-Schützenbruderschaft: „Wir existieren Seite an Seite im Dorf, ergänzen und unterstützen uns, wo es geht.“

Für den runden Geburtstag wurde sogar extra ein Film über den TuS gedreht. Darin unterstrich Peters noch einmal die Notwendigkeit der bevorstehenden Fusion mit dem ASV Lank: „Wir sind ein stetig wachsender Verein, aus anfangs 40 wurden fast 2400 Mitglieder, da wir dank der Vielfalt unserer Angebote auch wie ein Magnet auf benachbarte Stadtteile in Krefeld wirken.“

In der Außenwirkung wird der TuS Bösinghoven wegen seiner erfolgreichen Mannschaft in der Oberliga vor allem als Fußballclub wahrgenommen. Dass dies zu kurz greift, bewiesen an Sonntag unter anderem die junge und die etwas ältere Bauchtanzgruppe mit einer schwungvollen Vorführung auf der Bühne.

Überhaupt ist die Gymnastikabteilung mit ihrer umfangreichen Angebotspalette die größte des TuS. Und die hat seit 14 Tagen auch ein neues Mitglied: Uwe sei zwar nicht mehr der Jüngste, verriet er im Interview mit Moderator Matthias Adames, „aber ich wollte mich mal wieder etwas bewegen“. Jetzt geht er trotz Muskelkater jeden Mittwoch zum TuS. Seine Frau betrachtet die Bemühungen ihres Gatten jedenfalls „sehr wohlwollend“.