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WSC Bayer Dormagen: Anna Faber paddelt zu Silber

WSC Bayer Dormagen: Anna Faber paddelt zu Silber

Die 17-jährige Kajak-Fahrerin des WSC Bayer Dormagen wird mit dem Team WM-Zweite.

Dormagen. Konzentriert paddelt Anna Faber durch die Slalomstrecke im slowakischen Liptovsky Mikulas. „Ich bin glücklich, dass ich im Mannschaftswettbewerb gut gefahren bin — und dass mir nicht das Gleiche wie im Halbfinale passiert ist“, sagt die 17-jährige Kajak-Fahrerin aus Dormagen.

Eine Zeitstrafe beendete den Traum vom Finale im Einzelwettbewerb Im Halbfinale des Einzelwettbewerbs war sie mit dem Heck des Bootes an einen Stein gestoßen und konnte das Kajak nicht mehr schnell genug in die richtige Position für das nächste Tor bringen — 50 Strafsekunden waren die Folge, das Finale war damit verpasst. Jetzt darf sie sich aber umso mehr über die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb der Junioren-Weltmeisterschaft freuen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Faber mit ihren Teamkolleginnen bei den Titelkämpfen den zweiten Platz belegt — und diese starke Leistung nun bestätigt. Trotz der besten Laufzeit im Finale mussten sich die Schülerin und ihre Mitstreiterinnen aus Augsburg und Magdeburg im Endlauf den Tschechinnen geschlagen geben — zwei Torberührungen zuviel sorgten für eine Zeitstrafe und unter dem Strich die zweitbeste Zeit. Im Ziel mussten sie nur noch die Fahrt der Engländerinnen abwarten. Aufgrund einer Zeitstrafe fielen diese zurück, und Silber war gewonnen.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt für Anna Faber, die im kommenden Jahr ihr Abitur macht, indes nicht: „Für mich geht es morgen schon weiter nach Augsburg“, sagt die junge Sportlerin am Dienstag. Dort stehen die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse auf dem Programm. „Ein besonderes Ziel habe ich mir für diesen Wettkampf nicht gesteckt. Nach den Deutschen folgen ja schon die Junioren-Europameisterschaften.“

Doch zumindest das Halbfinale sollte es nach ihrer Aussage schon werden. Ihr Fokus liegt bereits auf der Junioren-Europameisterschaft in Bourg Saint Maurice in den französischen Alpen. „Da habe ich mir das Finale als Ziel gesetzt“, sagt Anna Faber, die bereits „seit früher Kindheit“ Kanutin ist und seit 2004 unter Wettkampfbedingungen Kajak fährt.

Um als Rheinländerin international erfolgreich sein zu können, ist sie ständig unterwegs. „Wir können zwar auf der Erft bei Neuss trainieren oder den Rhein nutzen, aber die besseren Trainingsbedingungen findet man dann eher im Hagener Stadtteil Hohenlimburg“, sagt Faber. Oder im Ausland, denn in Nordrhein-Westfalen mangelt es an geeigneten Wildwasserstrecken. Die einzig anspruchsvollen Strecken in Deutschland sind der Olympiakanal in Augsburg oder in Markkleeberg bei Leipzig.