Tennis: TC Blau-Weiss Asics Neuss - Die Abstiegsangst geht an der Jahnstraße um

Tennis: TC Blau-Weiss Asics Neuss - Die Abstiegsangst geht an der Jahnstraße um

Nur ein Punktgewinn gegen Krefeld sichert dem TC Blau-Weiss Asics Neuss den sicheren Verbleib in der 1. Tennis-Bundesliga.

Neuss. Für Spannung ist in der 1. Tennis-Bundesliga der Herren vor dem letzten Spieltag gesorgt. Während es am oberen Ende der Tabelle zwischen Grün-Weiß Mannheim, Rot-Weiß Erfurt und Blau-Weiß Halle um den Titel geht, ist im Tabellenkeller ebenfalls ein Dreikampf gegen den zweiten Abstiegsplatz neben dem 1. FC Nürnberg entbrannt. Die Franken stehen bereits als erster Absteiger in die 2. Liga Süd fest. Mit 1:15 Punkten kann dem 1. FCN auch ein Sieg bei Kurhaus Lambertz Aachen nicht mehr helfen. Der zweite Absteiger wird in dem spannenden Saisonfinale zwischen Blau-Weiss Asics Neuss, TV Reutlingen sowie dem Solinger TC ermittelt. Dieses Trio hat jeweils 4:12-Punkte und liegt lediglich durch das Satzverhältnis voneinander auf den Plätzen neun bis sieben. Die Überraschung dabei sind sicherlich die Neusser, die als Deutscher Vizemeister ein ganz anderes Saisonziel formuliert hatten. Nach einer durchwachsenen Saison sind die Blau-Weissen tatsächlich noch in Abstiegsnöte gekommen und könnte sich bei einer Niederlage gegen Krefeld und bei einer gleichzeitigen Punkteteilung zwischen dem Solinger TC und dem TV Reutlingen plötzlich auf dem zweiten Abstiegsrang wiederfinden.Den HTC Blau-Weiß Krefeld interessiert dies nur noch am Rande. Die Saison ist gelaufen und der gute sechste Platz kann dem Stadtwaldteam niemand mehr streitig machen. "Wir wollen noch einmal gutes Tennis zeigen und unseren sechsten Tabellenplatz untermauern", sagt Trainer Olaf Merkel . Um so wichtiger ist aber die Begegnung gegen Krefeld für die Neusser. Merkel: "Ich glaube, dass die Neusser kein Risiko eingehen und mit einem starken Team auflaufen." Sein Antipode Marc Raffel hat sechs Spieler zur Auswahl und bietet Marcel Granollers-Pujol, Marcos Daniel, Flavio Cipolla, Tobias Summerer, Stephane Bohli und Philipp Petzschner auf. "Wir dürfen kein Risiko eingehen, ein Abstieg wäre katastrophal", sagte Raffel. Er hofft auch auf die Unterstützung der Neusser Zuschauer: "In dieser Saison wäre ein Heimpublikum, das die Spieler nach vorne peitscht natürlich klasse. Wir müssen punkten und wir werden punkten", ist sich Raffel sicher. Der Teamchef will erst im letzten Moment entscheiden, wen er von den Spielern in die Formation aufnimmt.

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