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Nievenheim kämpft mit Leidenschaft

Nievenheim kämpft mit Leidenschaft

Der Aufsteiger schlug die Sportfreunde Baumberg mit 2:1.

Dormagen. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass es den Fußballern des VdS Nievenheim ernst ist mit der Oberliga, dann lieferte ihn Trainer Marko Niestroj gestern mit seinen Jungs beim 2:1-Heimerfolg (Halbzeit 0:1) im für den Klassenverbleib enorm wichtigen Duell mit den Sportfreunden Baumberg.

Schön ist anders, aber das war dem jungen Coach nach dem Schlusspfiff so was von egal. Er war einfach nur „total glücklich, das wir einen direkten Konkurrenten auf Distanz gehalten haben. Ich wäre darum auch mit einem Punkt zufrieden gewesen.“

Die immense Bedeutung der Partie war allen Beteiligten von Beginn an anzumerken. Und so entwickelte sich bei eisigem Regen ein, wenn schon nicht hochklassiger, so doch stets unterhaltsamer Schlagabtausch mit herausragenden Torchancen auf beiden Seiten. Die Parade eröffnete Samir Saysay in der neunten Minute mit einem Kracher ans Lattenkreuz. Sein Kollege Kevin Buttchereit prüfte SF-Keeper Christian Ovelhey mit einem Fallrückzieher (13.), nur wenig später scheiterte auch Salvatore Franciamore an Baumbergs Torhüter (15.).

Dann waren die spielerisch sicher etwas reiferen Gäste am Zug: Der flinke Ivan Pusic prüfte VdS-Schlussmann Kelvin Sanchez Del Villar zunächst mit einer Salve aus 20 Metern und war kurz darauf bereits an Nievenheims Schnapper vorbei, ehe Nils Dubbert den Ball noch wegschlagen konnte. Nach einem Einwurf in den Strafraum fühlte sich niemand so richtig für Pusic verantwortlich, so dass der Kroate die Kugel verarbeiten und dann zum Führungstreffer im Nievenheimer Tor unterbringen konnte.

Der turbulente erste Durchgang hielt vor dem Seitenwechsel vor beiden Gehäusen noch je ein weiteres Highlight parat: Für Nievenheim entwertete der aufgerückte Dubbert die starke Vorleistung Buttchereits mit einem harmlosen Schüsschen aus bester Position, auf der anderen Seite fand Louis Klotz allein vor dem Tor aus kürzester Entfernung in Sanchez Del Villar seinen Meister.

Immer noch lebhaft, aber nicht mehr ganz so chancenreich verlief die zweite Hälfte. Als effektiv erwiesen sich die Hausherren. Auf Buttchereits Zuspiel glich der listige Kevin Scholz allein vor Ovelhey aus (49.). In der Folge lief Baumberg nicht nur gefühlte 25 Mal ins Abseits, sondern vergab mit Pusic (drüber/68.) und Erkan Ari (Sanchez Del Villar hält/72.) auch weitere gute Möglichkeiten.

Acht Minuten vor dem Ende wurde der stark ersatzgeschwächt angetretene Neuling für seinen leidenschaftlichen Vortrag belohnt: Nach schneidigem Pass von Zauberfuß Salvatore „der Rote“ Franciamore mitten durchs Zentrum markierte der eingewechselte Johannes Meuter eiskalt das Siegtor. Die damit unter Dach und Fach gebrachten drei Punkte packte Niestroj voller Freude auf den weihnachtlichen Gabentisch — mit der Mahnung: „Jeder Punkt, den wir jetzt holen, wird uns in der megaharten Rückrunde weiterhelfen.“