Leichtathletik: Dreimal Gold für Maike Schmidt

Leichtathletik: Dreimal Gold für Maike Schmidt

Acht Medaillen gewann der Leichtathletik-Nachwuchs aus dem Kreis bei den Nordrhein-Schülermeisterschaften.

Leverkusen. Der Leichtathletik-Nachwuchs aus dem Rhein-Kreis zeigte sich bei den Nordrhein-Schülermeisterschaften in Leverkusen von seiner besten Seite. Insgesamt acht Medaillengewinner stellten die Vereine aus dem Kreisgebiet - und mit der 15-jährigen Maike Schmidt (Korschenbroich) auch die überragende Teilnehmerin.

Die Korschenbroicherin gewann allein dreimal Gold sowie einmal Silber und bewältigte dabei ein Programm, das kaum zu überbieten sein dürfte. Ihre Goldserie begann beim Dreisprung, wo sie sich auf die neue persönliche Rekordweite von 10,96 Meter steigerte.

Wahrscheinlich geriet direkt im Anschluss dann aber ihre Vorbereitung auf den Speerwurf zu kurz. Nur eine halbe Stunde nach dem Beginn des Dreisprung-Wettbewerbs stand bereits das Speerwerfen an, bei dem Maike Schmidt einen Glückswurf der Ratingerin Jennifer Budnik (39,47 Meter) nicht mehr übertreffen konnte. "Ärgerlich, mir fehlten nur zehn Zentimeter", meinte sie nach ihrem letzten Wurf. Auffallend war darüber hinaus, dass sie mit einem besonderen Tapeverband am Knie zum Speerwerfen antreten musste.

Anschließend ging ihre Gold-Hetzjagd aber weiter. Zuerst holte die 15-Jährige den Meistertitel im Kugelstoßen, wobei sie sich ein knallhartes Duell mit ihrer Ex-Mannschaftskollegin Carina Meier (St. Tönis) lieferte. Meier wurde vor zwei Wochen vor Schmidt Westdeutsche Meisterin - da war am Sonntag also noch eine Rechnung offen. Maike Schmidt gewann letztlich mit einem Zentimeter Vorsprung (12,50 Meter) den Titel. Dieser Erfolg schien sie derart zu beflügeln, dass ihr später auch noch der erste Wurf über die 40-Meter-Marke und Titel Nummer drei im Diskuswerfen gelang.

Im direkten Vergleich verblasste da etwas die Silbermedaille von Emmy Wichelhaus über 300 Meter Hürden, obwohl sich die Korschenbroicherin erneut steigerte und in tollen 45,61 Sekunden ins Ziel kam. Emmy Wichelhaus wurde schon vor zwei Wochen Westdeutsche Vizemeisterin.

Wie eigentlich immer bei regionalen Meisterschaften in den vergangenen zwei Jahren sorgten auch die Spinrath-Zwillinge aus Dormagen über 1000 Meter für Gesprächsstoff. Fabian und Julian teilten sich das Rennen gut ein, und nachdem Favorit Carl Siemes (Myhl) lange am Ende des Feldes bummelte, glaubte man bereits, dass einer der beiden Brüder diesmal gewinnen würde - klappte aber nicht, denn Siemes rauschte auf den letzten Metern noch an Fabian Spinrath vorbei. Zwillingsbruder Julian wurde zum Schluss vom Bronze-Rang verdrängt und so für seine Führungsarbeit nicht belohnt.

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