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Leichtathletik: Dormagener Björn Otto ist die Nummer eins

Leichtathletik: Dormagener Björn Otto ist die Nummer eins

Die Auswertung der diesjährigen Bestenliste beweist, dass im Rhein-Kreis Neuss eine gute Nachwuchsarbeit geleistet wird.

Rhein-Kreis Neuss. Die Leichtathleten aus dem Rhein-Kreis Neuss haben eine überragende Saison hinter sich: 22 Mal konnten sich die Athleten in der Deutschen Bestenliste unter den Top Ten platzieren. Bester ist wie schon seit vielen Jahren der 34-jährige Stabhochspringer Björn Otto (TSV Bayer Dormagen) mit Rang zwei und der Höhe von 5,75 Metern bei den Männern.

Der zweite Dormagener Top-Stabhochspringer Karsten Dilla liegt mit seiner Leistung von 5,72 Metern auf Rang vier in Deutschland. Der 22-Jährige wurde zudem Vize-Europameister bei den Junioren (U23). Zwischen Otto und Dilla hatte es im Sommer eine wochenlange Auseinandersetzung um das letzte WM-Ticket für Daegu (Südkorea) gegeben.

Letztlich setzte sich zwar Dilla durch, mit einer Oberschenkelverletzung schied er allerdings bereits in der Qualifikation aus. Im Olympiajahr 2012 kann man sich auf ein ähnlich spannendes Duell der beiden Dormagener Topstars freuen, wenn es um die Tickets für die Olympischen Spiele in London geht.

Die Auswertung der Bestenlisten, die dem TSV Bayer Dormagen mit Rang sieben eine überraschend starke Vereinsplatzierung einbrachte, beweist, dass im Rhein-Kreis nach wie vor eine glänzende Arbeit beim Nachwuchs geleistet wird. Neben den Dormagenern gelang es auch anderen Vereinen wie der DJK Rheinkraft Neuss, dem Korschenbroicher LC und der DJK Kleinenbroich, Athleten unter die besten Zehn zu bekommen.

Nicht zufriedenstellend ist immer noch die Infrastruktur. Im gesamten Rhein-Kreis gibt es mit Dormagen, Kaarst und Jüchen gerade einmal drei Kunststoffanlagen. Andere Kreise — zum Beispiel der Kreis Viersen mit sechs Kunststoffanlagen in Willich, Süchteln, Dülken, Oedt, Kempen und St. Tönis — bieten ihren leistungsstarken Athleten da viel bessere Bedingungen. In Neuss, Grevenbroich und Korschenbroich sind Kunststoffanlagen längst überfällig. Zum Vergleich: Die Stadt Düsseldorf baut schon ihre elfte Anlage.