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Handball-Verbandsliga: Doppel-Erfolg für Treudeutsch

Handball-Verbandsliga: Doppel-Erfolg für Treudeutsch

Herren verteidigen Spitze, Damen siegen in Neuss.

Lank. Langsam, aber sicher muss man sich an den Anblick gewöhnen: An der Tabellenspitze der Handball-Verbandsliga thront der TuS Treudeutsch Lank und lässt sich auch nicht so einfach aus der Bahn werfen. Denn es bleibt auch nach diesem Wochenende bei nur einem Punktverlust, da die Lanker mit einem 20:18-Erfolg gegen den Vierten SV Schermbeck einen weiteren Verfolger auf Distanz halten konnten.

Es war jedoch ein hartes Stück Arbeit, wie auch Trainer Jürgen Hampel einräumen musste: „Uns wird nichts geschenkt. Der Gegner war ebenbürtig, wir konnten uns nie mit mehr als drei Toren absetzen.“ Das lag vor allem an der mangelnden Chancenverwertung, die sich wie ein roter Faden durch das Spiel zog. „Dafür präsentierte sich die Abwehr kompakt, so dass Schermbeck auch nicht zu vielen Treffern kam“, sagt Hampel, der auf Torhüter Stephan Schlippes (Leistenprobleme) verzichten musste.

Bis zum Pausenstand von 12:10 waren gerade einmal 22 Tore auf beiden Seiten gefallen, im zweiten Durchgang wurde es noch zäher. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, jedoch trotzdem nie den Kopf verloren. Das zeichnet die Mannschaft diese Saison offenbar aus“, so Hampel. Die besten Torschützen waren Sebastian Platen (6) und Philipp Menkenhagen (4). Tim van Bösekom (3) führte vorbildlich Regie, und auch der wiedergenesene David Kleymann traf einmal.

Das Lanker Glück perfekt machte dann gestern Nachmittag der 30:25-Sieg der Lanker Oberliga-Damen im Kreisderby beim Neusser HV. Nach langer Durststrecke wirkte der Erfolg der Lankerinnen wie ein Befreiungsschlag für die Mannschaft. „Und das war auch völlig verdient“, sagt Trainer Mario Lenders. Nach anfänglichen Zuordnungsproblemen in der Deckung fand der Gast immer besser ins Spiel, drehte einen 2:4-Rückstand in eine 7:6-Führung und zog bis zur Halbzeit auf 16:12 davon.

Diesen Vorsprung verwaltete Lank vor allem dank einer aggressiven Abwehrleistung. „Der Kraftaufwand beim Gegner war dadurch groß, so dass wir uns vorne bei 1:1-Situationen immer wieder durchsetzen oder einen Siebenmeter erzwingen konnten“, analysiert Lenders, der auch nicht zu böse war, dass sein Team in der Schlussphase einen noch höheren Sieg fahrlässig vergab. Die besten Torschützen waren Birte Pitzen (7), Janina Fay (5) und Alexandra Pallinger (5).