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Handball/Neusser HV: Showdown in der Oberliga

Handball/Neusser HV: Showdown in der Oberliga

Morgen trifft der Tabellenführer Neusser HV auf den Verfolger Tusem Essen. Es geht um die Vorentscheidung im Titelrennen.

Neuss. Der Meisterschaftskampf in der Handball-Oberliga Niederrhein ist spannend wie nie. Doch nach dem vergangenen Wochenende ist aus dem Rennen um den Titel mit fünf Mannschaften ein Dreikampf geworden. Borussia Mönchengladbach hat sich nach den beiden Erfolgen in den Spitzenspielen gegen die Bergischen Panther und Tusem Essen wieder zurückgemeldet.

Der TV Aldekerk hat sich durch die überraschende Niederlage in Lank dagegen ebenso wie die Bergischen Panther nach dem 28:29 beim Neusser HV aus dem Kreis der Anwärter verabschiedet. An der Spitze rangieren nach wie vor der NHV und Tusem Essen II. Und am Samstag kommt es auf der Margaretenhöhe um 18.30 Uhr zum Showdown zwischen den beiden Top-Favoriten.

In Essen nahm man den Ausrutscher gegen Borussia Mönchengladbach (24:27) relativ gelassen. Trainer Mark Dragunski: „Die Ausgangssituation hat sich nicht verändert. Nun kommt es zu einem echten Endspiel gegen den Neusser HV.“

Dabei betont der Ex-Nationalspieler, dass seine Mannschaft wisse, was auf dem Spiel steht: „Wir haben die gesamte Saison dafür gearbeitet, am Ende ganz oben zu stehen. Wir haben zwei wirklich schlechte Spiele in dieser Saison gemacht. Von dem ersten in Langenfeld haben wir uns gut erholt. Ich gehe davon aus, dass uns das auch nach der Partie in Mönchengladbach gelingen wird. Es geht einfach um alles.“

Dragunski ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er mit der Leistung in der Vorwoche überhaupt nicht zufrieden war: „Das war ganz schwach. Wir sind nicht mit der letzten Konsequenz aufgetreten und haben zu viele einfache Fehler gemacht. So kann man in einem Spitzenspiel nicht bestehen.“

Für die Neusser ist es nach der Niederlage gegen Aldekerk bereits das zweite „Endspiel“ in Folge. Denn allen Beteiligten war klar, dass nur ein Sieg gegen die Bergischen Panther den Showdown mit Essen überhaupt möglich machen würde. „Das Spiel gegen die Panther war unsere Feuertaufe für die Partie in Essen. Dabei hat die Mannschaft bewiesen, dass sie das Nervenkostüm besitzt, um in solchen Partien zu bestehen. Wir haben uns von dem konstanten Rückstand nie nervös machen lassen und haben am Ende unseren besten Handball gespielt“, sagt Trainer René Witte, der davon ausgeht, „dass es eine ganz enge Auseinandersetzung wie im Hinspiel geben wird.“

In Neuss setzten sich die Essener mit 29:28 knapp durch. Witte ist sich aber auch im Klaren darüber, dass seine Mannschaft sich steigern muss, um gegen Tusem zu bestehen: „Wir haben zwar alle Trümpfe in der eigenen Hand, aber wir spielen auswärts. Darüber hinaus haben wir sowohl gegen Aldekerk als auch gegen die Bergischen Panther viel zu viele technische Fehler gemacht und uns etliche überflüssige Ballverluste geleistet. Das gilt es abzustellen.“

Darüber hinaus erwartet Witte auch von seinem Trainerkollegen Mark Dragunski noch den einen oder anderen taktischen Schachzug. „Das ist ein Endspiel, hier wird jedes Detail entscheidend sein. Wir gehen aber gut vorbereitet in die Partie und freuen uns darauf. Was kann es schöneres geben, als ein Spitzenspiel, das die Saison entscheiden kann.“