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Handball: Dormagen strebt den ersten Sieg an

Handball: Dormagen strebt den ersten Sieg an

Zweitligist TSV Bayer empfängt morgen den ASV Hamm-Westfalen. Trainer Jörg Bohrmann setzt auf die Unterstützung von den Rängen.

Dormagen. Der TSV Bayer Dormagen präsentiert sich am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison den eigenen Fans. Zu Gast ist ab 19 Uhr der ASV Hamm. Die beiden Kontrahenten sind nicht sonderlich gut aus den Startlöchern gekommen, haben in der laufenden Saison noch nicht gewonnen.

Im Gegensatz zum TSV Bayer hat der ASV Hamm-Westfalen aber auch noch nicht verloren. Das Team von Ex-Nationalspieler Kay Rothenpieler spielte zweimal Unentschieden: 33:33 in Emsdetten, 28:28 gegen Bad Schwartau. „Wir haben Höhen und Tiefen in unserem Spiel. Es fehlt noch die Konstanz. Natürlich ist es zu diesem frühen Zeitpunkt normal, dass es Abstimmungsschwierigkeiten und einige technische Fehler mehr als sonst gibt. Aber das waren heute einfach zu viele“, sagte Rothenpieler nach der Partie gegen Bad Schwartau.

Die technischen Fehler hielten sich beim TSV Bayer in Neuhausen zwar in Grenzen, dafür zeigte der Aufsteiger bei der zweiten Niederlage (22:26) im zweiten Spiel erhebliche Abschlussschwächen. „Wir haben einfach zu viele Chancen nicht genutzt, sonst hätten wir in Neuhausen punkten können“, sagte Coach Jörg Bohrmann enttäuscht über die verpassten Möglichkeiten. „Eigentlich müsste ich die ganze Woche ausschließlich Schusstraining machen, aber dann kämen wesentliche Aspekte unseres Spiels zu kurz.“

Unter den Spielern der Gäste wird auch ein alter Bekannter sein. Der Tscheche Ondrej Zdrahala trug früher das Dormagener Trikot — jetzt ist er Dreh- und Angelpunkt beim ASV. Mit bereits 22 Treffern (15 gegen Emsdetten) führt er auch die aktuelle Torschützenliste der 2. Liga an. Im linken Rückraum besitzt Hamm mit Marian Orlowski einen weiteren torgefährlichen Spieler, der es in den beiden Spielen auf 15 Tore brachte. Der 21-Jährige zählt zu den deutschen Top-Talenten.

„Die Mannschaft hat auch mit ihren langen Kreisläufern Qualität. Das wird ganz schwer“, setzt Jörg Bohrmann auf die Unterstützung von den Rängen: „Gegen Hamm brauchen wir Rückendeckung von allen Fans. Das Sportcenter war schon immer eine Festung und muss es bleiben, wenn wir in dieser Liga bestehen wollen. Doch ich denke, wir können auf unsere Zuschauer vertrauen.“

Bohrmann kann in der Partie gegen die Westfalen auf fast alle Spieler zurückgreifen, lediglich Frederic Rudloff fällt aus. Der Rest des Kaders ist einsatzfähig.

In seiner Vereinsgeschichte spielte der TSV Bayer in der 1. und 2. Bundesligaliga insgesamt viermal gegen den ASV Hamm. Dabei gab es jeweils zwei Siege und zwei Niederlagen. Nach der Partie gibt es morgen Abend eine organisatorische Änderung. Künftig wird der Zuschauertreff nach dem Spielabpfiff geöffnet. Dort findet dann auch wieder der „Talk danach“ mit den Trainern statt. „Ein zusätzlicher Dienst am Zuschauer. Wir wollen unseren Fans den Handballsport noch näher bringen, ihn noch besser erlebbar machen. Da ist es doch gut, wenn sie hören, was die Trainer zum Spiel zu sagen haben“, begrüßt Bohrmann diese Entscheidung.