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Handball: DHC will zurück in die Erfolgsspur

Handball: DHC will zurück in die Erfolgsspur

Nach drei Niederlagen in Folge gastieren die Dormagener am Sonntag bei GWD Minden.

Dormagen. Nach drei Niederlagen in Folge ist der DHC Rheinland in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga aus der Spitzengruppe ausgeschieden. Dass es solche Phasen in der Saison der neu zusammengestellten Mannschaft geben würde, war Trainer Richard Ratka bereits vor der Spielzeit klar: „Wer erwartet hat, dass wir durchmarschieren, den muss man als weltfremd bezeichnen.“

Doch auch wenn der Coach Verständnis für die Lage seines Teams zeigt, wirkt vor allem die letzte Niederlage nach. Und das nicht nur bei Ratka, sondern bei der gesamten Mannschaft: „Das war ein rabenschwarzer Freitag, so etwas darf und wird sich nicht wiederholen“, ließ das gesamte Team des DHC nach der völlig unerwarteten 21:30-Niederlage gegen den 1. VfL Potsdam verlauten.

Doch die Mannschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt und im Training längst wieder Vollgas gegeben. Alle Beteiligten wissen, dass die gezeigte Leistung nicht dem vorhandenen Potenzial entspricht, das in zahlreichen Spielen dieser Saison gegen Spitzenklubs der 2. Liga erfolgreich abgerufen werden konnte.

„Das Handballspielen kann man nicht verlernen“, sagt Ratka. „Die Jungs haben in den meisten bisherigen Spielen eine hervorragende Leistung und Einstellung gezeigt. Vielleicht hat gerade diese Anfangseuphorie dazu geführt, dass Spiele gegen vermeintlich schlagbare Gegner zur Gefahr wurden, weil die notwendige Konzentration fehlte.“ Doch die ist in jedem Spiel über die volle Stunde notwendig, denn es gibt keine leichten Gegner in der eingleisigen 2. Liga, wie der Blick auf den bisherigen Saisonverlauf mit zahlreichen überraschenden Ergebnissen zeigt.

Aus den Gesprächen nach der dritten Niederlage in Folge weiß der Trainer: „Die Spieler sind selbst maßlos enttäuscht über die jüngste Leistung und werden alles unternehmen, um wieder auf die Erfolgsspur zu gelangen. Unsere Zuschauer und Fans waren zurecht enttäuscht. Wir hoffen aber, dass sie weiter hinter uns stehen und unsere Entschuldigung für die gezeigte Leistung annehmen.“

Da kommt das Spitzenspiel beim Aufstiegsfavoriten GWD Minden, der zurzeit Platz zwei in der Tabelle hinter Tusem Essen einnimmt, gerade Recht. „Hier kann sich die Mannschaft rehabilitieren. Allerdings sind wir in Minden nur Außenseiter, aber vielleicht liegt uns das zur Zeit einfach besser“, sagt Ratka vor der Partie, die am Sonntag um 17 Uhr angepfiffen wird.