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Handball: DHC schlittert immer tiefer in die Krise

Handball: DHC schlittert immer tiefer in die Krise

Dormagener Zweitligist verliert den Rückrundenstart gegen den ASV Hamm im Sport Center deutlich mit 23:28 (8:12).

Dormagen. Handball-Zweitligist Dormagener HC schlittert immer weiter in die Krise. Nach der Auftaktniederlage in das Handball-Jahr 2012 vor Wochenfrist in Bietigheim (28:31) unterlag die Mannschaft von Trainer Richard Ratka auch beim Rückrundenstart in eigener Halle dem Bundesliga-Absteiger ASV Hamm deutlich mit 23:28 (8:12).

Nach der sechsten Heimniederlage in dieser Saison und der fünften Niederlage in Folge ist der DHC im Tabellenkeller angekommen, denn am Ende der Saison werden den Rheinländern aufgrund ihres erfolgreich abgeschlossenen Insolvenzverfahren acht Punkte abgezogen. Zieht man diese Punkte jetzt schon ab, rangieren die Dormagener nach dem 20. Spieltag auf dem 17. Tabellenplatz und weisen bereits drei Punkte Rückstand auf das „rettende Ufer“ auf.

Am Freitagabend präsentierte sich der DHC vor gerade noch 1 463 Zuschauern darüber hinaus ohne Ideen und vor allem ohne Biss. Zwar lag man nach 13 Minuten mit 6:4 gegen Hamm vorne, doch dann fehlte den Gastgebern die letzte Konsequenz im Abschluss: Sie trafen nur noch zweimal bis zur Halbzeit, Hamm ging mit dem 12:8-Vorsprung in die Pause. Spätestens nach einer Dreiviertelstunde war die Partie dann entschieden, als die Gäste die Führung bis auf neun Tore ausgebaut hatten. Dabei musste der Bundesligaabsteiger nicht einmal brillant aufspielen, ihnen reichte eine solide Defensive und ein guter Schlussmann, um die Hausherren jederzeit im Zaum zu halten.

Hamm konnte so die erste Partie der Rückrunde in der Schlussphase locker laufen lassen. Vier Treffer in den letzten drei Minuten — drei durch Dennis Szczesny — hielten die Dormagener Niederlage zumindest optisch in Grenzen. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen, um Selbstvertrauen zu tanken“, war Gäste-Trainer Kay Rothenpieler „stolz auf meine Mannschaft“. Für Richard Ratka war spielentscheidend, dass „wir vor allem in der ersten Hälfte viele gut herausgespielte Chancen nicht verwerten konnten.“ Ihm war aber auch aufgefallen, „dass uns nach den Ausfällen die Tiefe im Team fehlt, um ein Spiel nach einem Rückstand noch drehen zu können.“

DHC Rheinland - ASV Hamm-Westfalen 23:28 (8:12)

Dormagen: Meyer, Lenz; Szczesny (4), Mestrum, von Gruchalla (4/3), Plaz (3), Hegemann (3), Wittig, Kübler (n.e.), Lochtenbergh (3), Konitz (2), Holmgeirsson (3), Petro (1).

Hamm: Mrkva, Friedrich; Rycharski, Machulla (1), Schumann, Simon (10/4), Wiegers (4), Schmetz (1), Macke (n.e.), Polasek (4), Hynek, Gudat (3), Paul, Lammers (5).

Zuschauer: 1463

Zeitstrafen: 12:4 Minuten.