Handball/Bayer Dormagen: Das rheinische Derby trägt viel Brisanz in sich

Handball/Bayer Dormagen: Das rheinische Derby trägt viel Brisanz in sich

Bereits am Freitagabend kommt es in der 2. Handball-Bundesliga Süd zum mit Spannung erwarteten ersten rheinischen Duell der beiden Aufstiegsfavoriten TSV Bayer Dormagen und HSG Düsseldorf.

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p class="text"><strong>Dormagen. Die Partie des Vorjahreszweiten TSV Bayer Dormagen gegen den Erstligaabsteiger HSG Düsseldorf ist mehr als ein Spitzenspiel, es ist auch ein Niederrhein-Derby und zudem das Duell der Zwillingsbrüder Sieberger. Darüber hinaus haben beide Teams mit ihren bisherigen Ergebnissen für eine optimale Ausgangsposition gesorgt, so dass am Freitagabend um 19.30 Uhr im Dormagener TSV Bayer Sportcenter unter der Leitung des deutschen Top-Schiedsrichtergespanns Frank Lemme und Bernd Ullrich aus Magdeburg der Tabellenführer den Zweiten empfängt. Der augenblickliche Tabellenstand sowie das Derbyfieber, die Hallen der beiden Teams liegen nur rund 25 Kilometer auseinander, dürften für ein ausverkauftes Sportcenter sorgen. So konnten bis Donnerstag bereits 2 400 der insgesamt 2 550 Tickets abgesetzt werden (Restkarten sind am Spieltag an der Abendkasse erhältlich).

Beide Trainer hoffen darauf, in Bestbesetzung antreten zu können. Während Dormagens Youngster Max Holst nach seiner Klassenfahrt wieder zur Verfügung steht, sorgt sich TSV-Trainer Kai Wandschneider weiter um Christoph Schindler (Nackenquetschung) und Kapitän Florian Wisotzki, der einen grippalen Rückfall erlitten hat und wieder das Bett hüten musste. Doch bei der Brisanz der Partie sollte es nicht wundern, wenn sich beide trotz Trainingsrückstands spielfähig melden.

"Ein richtig heißes Spiel", sieht auch HSG-Coach Georgi Sviridenko. "Ob es ein schönes Spiel für die Zuschauer wird, weiß ich allerdings nicht." So rechnet Sviridenko mit einer ähnlichen Partie wie in Wuppertal beim Auswärtssieg gegen den Bergischen HC zum Auftakt. "Es wird ein Kampf bis zum Schluss. Das Spiel wird sicher über die Leidenschaft, den Kampf, das Herz und die Cleverness entschieden."

Last but not least ist das Niederrhein-Derby zwischen dem TSV Bayer Dormagen und der HSG Düsseldorf auch das Duell zweier Saarländer. Zum ersten Mal wird es am Freitagabend zum Zwillingsduell Peter Sieberger (Dormagen) gegen Jens Sieberger (Düsseldorf) kommen. Bisher kam es für die beiden am 6. Mai 1975 in Saarbrücken geboren Zwillinge aufgrund von Verletzungen noch nicht zu einem direkten Duell.

Jens Sieberger zog es 2002 zur HSG Düsseldorf, Peter wechselte ein Jahr später ebenfalls ins Rheinland, als er sich dem TSV anschloss und seitdem einen unverzichtbaren Teil der Dormagener Defensive darstellt. Dort spielt der Dormagener Sieberger den vorgezogenen Part und wird deshalb direkt gegen den Düsseldorfer Spielmacher Sieberger auf der Mittelposition treffen.

Wie das erste Bruderduell gelaufen ist und ob die extra aus dem Saarland angereiste Oma Sieberger mit ihren Enkeln zufrieden war, erzählen die Siebergers dann am kommenden Montag, 17. September bei center.TV Düsseldorf. Moderator Martin Ammermann wird in der Sendung RheinSport um 20.15 Uhr noch einmal mit den Siebergers auf ein hoffentlich packendes Rheinderby zurück blicken können.

Saison 1998-1999: TSV Bayer Dormagen - HSV Düsseldorf 28:15 (15:7), HSV Düsseldorf - TSV Bayer Dormagen 17:24 (5:13)

Saison 2002-2003: TSV Bayer Dormagen - HSG Düsseldorf 22:31 (11:17), HSG Düsseldorf - TSV Ba-faktenyer Dormagen 27:22 (12:14)

Saison 2003-2004: HSG Düsseldorf - TSV Bayer Dormagen 23:26 (11:14), TSV Bayer Dormagen - HSG Düsseldorf 23:25 (14:12)

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