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Fußball: Terminchaos in der Oberliga

Fußball: Terminchaos in der Oberliga

Der Winter hat den Fußballern in der Oberliga Niederrhein einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zu sechs Spiele müssen die Mannschaften nachholen.

Rhein-Kreis Neuss. Eigentlich steht am kommenden Wochenende der 27. Spieltag der Oberliga Niederrhein an. Doch der strenge Winter hat den Spielplan völlig durcheinandergewirbelt. So absolviert der SV Uedesheim am Sonntag beim ersten Heimspiel des Jahres gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter erst seine 21. Begegnung.

Sechs Partien müssen die Uedesheimer nachholen. Und weil für alle Teams der Liga zwischen drei und sechs Spiele neu angesetzt werden müssen, ist Clemens Lüning in diesen Tagen ein viel gefragter Mann. Lüning ist Staffelleiter der Oberliga und dafür verantwortlich, dass diese Saison ordnungsgemäß über die Bühne geht. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, denn die Spieltage sind bis zum Saisonende am 26. Mai rar gesät.

Da Lüning bei seinen Neuansetzungen auch noch den Niederrhein-Pokalwettbewerb berücksichtigen muss, wurde jetzt vom Fußball Verband Niederrhein (FVN) sogar eine Verlängerung der Saison in Aussicht gestellt. Dann müssten aber ganze Spieltage verschoben werden, denn die letzten beiden Spieltage sollen so, wie sie sind, auf jeden Fall erhalten bleiben.

„Dennoch wird über diese Option nachgedacht“, heißt es vonseiten des FVN. Sollte eine Saisonverlängerung nicht durchgesetzt werden können, kommt auf die Clubs ein Marathonprogramm mit bis zu fünf Partien binnen 15 Tagen zu.

Für den SV Uedesheim hat Lüning jetzt schon mal vier Nachholtermine bekanntgegeben: So wurden die Partien des SVU bei Turu Düsseldorf (13.3.) und in Wülfrath (10.4.) genauso neu terminiert wie die Heimspiele gegen den VfR Fischeln (24.3.) und den Wuppertaler SV II (24.4.). „Ein Mammutprogramm, das uns alles abverlangen wird“, sagt Co-Trainer Thomas Drotboom, „doch es führt kein Weg daran vorbei“.

Allerdings braucht seine Mannschaft dringend Spielpraxis, wie die Auftaktpartie beim VfB Speldorf zeigte: „Da haben wir drei entscheidende individuelle Fehler gemacht, die wir nicht kompensieren konnten“, kommentiert Drotboom die 1:3-Niederlage, die die Neusser im Kampf um den Klassenverbleib zurückgeworfen hat.

„Wir haben unser Kontingent an dummen Aussetzern jetzt hoffentlich ausgereizt“, erklärt Trainer Ingmar Putz, der auf eine Trotzreaktion beim ersten Heimspiel des Jahres am Sonntag (15 Uhr) setzt. „Das sind die Jungs sich und den Fans schuldig“, so Putz.

Beim Liga- und Lokalrivalen SC Kapellen ist die Situation etwas entspannter. Die Mannschaft von Trainer Klaus Schütz muss lediglich drei Spiele nachholen. Zwei dieser Partien wurden nun ebenfalls terminiert: Am 10. April gastiert der SCK in Baumberg, am 24. April empfängt man den Cronenberger SC (beide Partien 19.30 Uhr).

Eine überschaubare Mehrbelastung, wie Schütz befindet. Dabei bezieht der SCK-Coach allerdings mit ins Kalkül, „dass wir nach dem Sieg über Fischeln als Tabellenzweiter natürlich weit weg von den Abstiegsplätzen rangieren und entspannt in die Saisonschlussphase gehen können“. Die Kapellener setzen die Saison am Sonntag mit dem Gastspiel beim Tabellenletzten 1. FC Wülfrath (15 Uhr) fort.