Eishockey: Saison ist für den Neusser EV vorbei

Eishockey: Saison ist für den Neusser EV vorbei

Neusser verlieren auch das zweite Play-Off-Halbfinale gegen Dortmund nach schwacher Leistung deutlich mit 1:6.

Neuss. Der Traum vom rheinischen Nachbarschafts-Derby im Play-Off-Finale gegen die Düsseldorfer EG II ist für den Neusser EV wie eine Seifenblase geplatzt. Auch in Dortmund gab es im Halbfinal-Rückspiel am späten Sonntagabend - wie schon am Freitag (1:3) - mit 1:6 (1:3, 0:2, 0:1) eine weitere Niederlage.

Damit kam für den NEV das Saisonende eine Woche eher als erwünscht. Das Gastspiel in Dortmund hatte vor rund 600 Zuschauern (darunter 100 aus Neuss) nach zwölf Minuten noch einmal Hoffnung gebracht.

Daniel Pering war mit einem Weitschuss der Führungstreffer gelungen, und damit hätten die Neusser nur noch zwei Treffer zum Finaleinzug aufholen müssen. In der vierten Minute hatte bereits Carsten Solbach einen Penalty von Jiri Svejda gehalten.

Doch dann kam es knüppeldick für die Neusser. In der 15. Minute wanderten innerhalb von zehn Sekunden James Dreseler und Ronny Sassen auf die Strafbank. Und innerhalb von nur einer weiteren Minute drehten die Dortmunder in Überzahl durch Sondermann und Reinke das Spiel zur 2:1-Führung.

So mussten der NEV um so mehr auf die Karte bedingungsloser Angriff setzten und fing sich in der 17. Minute das 1:3 (Svejda) ein. Das war die Vorentscheidung, denn nach der 1:3-Niederlage vom Freitag hätte der NEV nunmehr fünf Treffer aufholen müssen, um noch den Finaleinzug zu schaffen.

Es gab dann überhaupt keine Tore mehr für stark nachlassende Neusser, aber wieder wie in der 15. Minute einen bitteren Doppelschlag, als zwei NEV-Spieler fast gleichzeitig auf die Sünderbank verbannt wurden. Innerhalb von 40 Sekunden legten die Dortmunder durch Danny Fischbach und Svejda zum 5:1 nach. Das zwischenzeitliche Schlittschuhtor von Evgenij Kozhevnikov fand dagegen keine Anerkennung.

Im Schlussdrittel sorgte Svejda mit seinem dritten Treffer für das Schluss-Ergebnis von 6:1. Besondere Aufregung gab es in diesem Drittel noch auf Dortmunder Seiten, als Lars Gericke den NEV-Stürmer Holger Schrills mit einem Check gegen den Kopf verletzte und mit einer Matchstrafe vom Eis flog. Die Finalspiele gegen die DEG II kann er sich nun von der Tribüne aus anschauen, weil mit mindestens drei Spielen Sperre zu rechnen ist.

Fazit: Aufstiegs-Favorit Dortmund hat rechtzeitig wieder zu seiner Bestform gefunden und dem NEV keine Chance gelassen. Die Neusser können dennoch mit erhobenem Haupt in die Pause bis September gehen.

Was besonders im Januar und Februar an Klasse-Spielen geboten wurde, sollte den Verantwortlichen um Trainer Andrej Fuchs, Manager Rolf von der Heiden und den Vorsitzenden Werner Link viel Zuversicht für die kommende Saison geben, auch wenn das Sahnehäubchen (Finale gegen die Düsseldorfer EG II) nun die siegreichen Dortmunder auskosten können.

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