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DHC verabschiedet sich von seinen Fans

DHC verabschiedet sich von seinen Fans

Zum letzten Heimspiel in der 1. Bundesliga erwartet der DHC Rheinland am heutigen Freitagabend den SC Magdeburg im Sport Center.

Dormagen. Es heißt Abschied nehmen. Heute Abend bestreitet der Dormagener HC Rheinland im Sport Center ab 19.45 Uhr sein vorerst letztes Heimspiel in der 1. Handball-Bundesliga. Zu Gast ist der SC Magdeburg, der zusammen mit den Gastgebern auch sportlich für einen würdigen Rahmen sorgen will. „Wir werden uns voll rein hängen, da wir nichts zu verschenken haben. Wir wollen noch auf Platz sechs, dafür müssen wir in Dormagen die Punkte mitnehmen“, erklärt der ehemalige Dormagener Kjell Landsberg vor der Partie, die er leider nicht aktiv auf dem Feld erleben wird. Landsberg zog sich vor Wochenfrist bei der Partie gegen TuS-N Lübbecke eine Verletzung zu und wird ausfallen.

Dennoch macht er die Reise an den Rhein mit: „Ich habe in Dormagen gespielt und eine tolle Zeit dort gehabt. Da gebietet es der Anstand dabei zu sein, wenn der Dormagener Handball aus der Erstklassigkeit verabschiedet“, erklärt der Kreisläufer, der die Entwicklung aus der Ferne beobachtet hat: „Das war natürlich auch bei uns ein Thema. Dormagen gehört zum Handballsport, ist ewig dabei. Das tut schon weh, wenn man sieht, dass es da nicht weitergeht.“ Zwar ist mittlerweile geklärt, dass es beim Abschluss des Insolvenzverfahrens bis zum 10. Juni in Dormagen zumindest in der 2. Bundesliga weiter gehen wird, doch eine Rückkehr ins Oberhaus ist nicht angedacht. „Da muss noch viel Wasser den Rhein runter fließen, bevor wir daran nur denken können“, erklärt DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven.

Für die Dormagener Fans heißt es heute Abend zudem von Trainer Kai Wandschneider Abschied nehmen. Nach zehneinhalb Jahren verlässt er den Verein. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie er sagt: „Die Jahre in Dormagen waren phantastisch. Doch zuletzt war das ein Himmelfahrtskommando, das mich körperlich und seelisch angegriffen hat. Davon muss ich jetzt erst mal Abstand gewinnen.“ Zudem verabschiedet der DHC heute Abend Kentin Mahé und Hannes Lindt. Mahé wechselt nach Gummersbach, vorausgesetzt der VfL erhält noch die Bundesligalizenz, Lindt geht nach Essen. Für alle im Kader des DHC gilt aber: „Wir wollen uns mit Anstand und einer tollen Leistung von unseren Fans verabschieden“, so Mahé. Immerhin gelte es eine Serie von drei Heimsiegen in Folge zu verteidigen.