1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss

Landesliga: Holzheimer SG ist nicht auf fremde Hilfe angewiesen

Fußball : Abstiegskrimi in der Landesliga

Ein Absteiger wird noch ermittelt, sieben Teams kann es treffen.

Viel mehr Spannung ist kaum möglich: Am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga wird noch eine Mannschaft gesucht, die den Düsseldorfer SC 99, FSV Vohwinkel, VfL Jüchen/Garzweiler und die SSVg Heiligenhaus in die Bezirksliga begleitet – und dabei ist selbst der VfB Solingen auf Rang neun mit stattlichen 44 Punkten (Torverhältnis -23) noch nicht sicher. Dahinter folgen der FC Remscheid (43/-16), die Holzheimer SG (43/-19), der TSV Meerbusch II (42/-2), die SpVgg Odenkirchen (42/-39), der ASV Süchteln (41/-3) und auf dem Abstiegsplatz der MSV Düsseldorf (41/-16).

Mittendrin ist also die Holzheimer SG. Gewinnt sie am Sonntag (alle Spiele um 15 Uhr) bei den VSF Amern (zuletzt mit fünf Niederlagen in Folge), ist der Neuling durch. Genau das hat Trainer Guido van Schewick vor: „Ich gehe davon aus, dass wir das schaffen und die Saison erfolgreich abschließen.“ Er erinnert sich indes auch ans Hinspiel: „Das hat Amern bei uns mit 5:0 gewonnen – und das absolut verdient. Die waren richtig stark.“

Zur Beruhigung: Seinen Jungs würde auch ein Punkt reichen, denn im Duell Solingen gegen MSV Düsseldorf treffen zwei direkte Konkurrenten aufeinander. Vor einem dieser Teams blieben die Holzheimer bei einem eigenen Unentschieden also auf jeden Fall. Selbst eine Niederlage in Amern führt nicht zwangsläufig zum Abstieg. Das wäre nur der Fall, wenn gleichzeitig der MSV Düsseldorf in Solingen gewinnt, Süchteln das Schlusslicht DSC 99 schlägt, Odenkirchen den Aufstiegskandidaten 1. FC Mönchengladbach bezwingt, der TSV II beim Cronenberger SC, der sich im Fernduell mit Gladbach um Rang zwei keine Blöße geben darf, mindestens einen Punkt holt sowie Remscheid beim Rather SV nicht um drei Tore höher verliert als die HSG.

Natürlich kennt auch van Schewick alle möglichen Konstellationen, von großem Interesse sind sie für ihn freilich nicht. „Wir wollen uns auf keine Rechnerei einlassen“, stellt er klar. Besonders motiviert sein dürften Maurice Girke, Yannick Joosten, Nico Bayer und alle Akteure, die den Verein verlassen werden. Van Schewick: „Keiner will sich hier als Absteiger verabschieden.“

Meerbuschs Ausgangslage ist
schlechter als Holzheims

Der TSV II benötigt in seinem schweren Spiel einen Sieg, um sicher die Klasse zu halten. Gelingt nur ein Unentschieden, muss der Verein hoffen, dass Remscheid oder Holzheim verliert oder aus dem Trio Odenkirchen, Süchteln und MSV mindestens einer nicht gewinnt. Verliert der TSV II, benötigt er eine Niederlage Odenkirchens oder Süchtelns oder ein siegloses Spiel des MSV, um die Klasse zu halten.

Die TSV-Kicker wähnten sich vergangenes Wochenende schon am rettenden Ufer, als sie einer Falschmeldung auf dem Leim gingen. Demnach hatte der MSV Düsseldorf sein Heimspiel mit 2:3 verloren. Meerbuschs Reserve schickte sich bereits an, den Klassenerhalt zu feiern. Da kam wenige Augenblicke später die Nachricht, dass der MSV seine Partie doch mit 2:1 gewonnen hatte. „Es ist schon der Wahnsinn, dass wir es trotz unserer Erfolgsserie noch nicht endgültig geschafft haben“, sagt Trainer Niklas Bonnekessel. Sein Team gewann zuletzt drei Partien in Folge.

„Nun ist unsere Perspektive nicht ganz so schlecht. Immerhin haben die anderen auch schwere Gegner“, sagt Bonnekessel vor der Fahrt zum CSC. Die Wuppertaler brauchen einen Punkt, um den zweiten Platz zu verteidigen, der in die Aufstiegsrelegation führt. „Wir geben uns keinen Illusionen hin. Wir haben zuletzt zwar gut gespielt und auch viel Selbstvertrauen getankt, doch in Cronenberg sind wir Außenseiter. Wir wollen versuchen, so lange wie möglich kein Gegentor zu kassieren und nach vorne immer wieder Nadelstiche zu setzen.“

Jüchen tritt beim FSV Vohwinkel an. Der SC Kapellen hat spielfrei. Die Erste des TSV Meerbusch spielt bereits am Samstag (15.30 Uhr) in der Oberliga bei Jahn Hiesfeld.