Kreishallenmeisterschaften: Jüchen und Holzheim lösen Endrundenticket.

Kreishallenmeisterschaft : Kreishallenmeisterschaft: Favoriten setzen sich durch

Einige kleine Teams verpassten die Überraschung nur knapp. Am Sonntag steigt die Endrunde.

Wer bei der Kreishallenmeisterschaft auf eine Pokal-Überraschung gehofft hatte, musste vergeblich warten. Die Favoriten VfL Jüchen/Garzweiler und Holzheimer SG setzten sich in ihren Vorrundengruppen C und D ohne große Komplikationen durch. Mitausrichter VfR Büttgen verpasste die Sensation vor „heimischen“ Publikum nur knapp.

Vor dem Wochenende galt der Landesliga-Absteiger VfL Jüchen/Garzweiler als Wundertüte. Zwar startete der Bezirksligist als klassenhöchster Vertreter in Gruppe C, kündigte jedoch bereits im Vorhinein an, dass man lediglich mit einer Mix-Mannschaft antreten würde. Das Versprechen hielt der VfL, der in Kaarst federführend von Co-Trainer Torsten Müllers gecoacht wurde, auch ein, doch die junge Mannschaft stellte die qualitative Breite des Jüchener Kaders eindrucksvoll unter Beweis. „Die Jungs haben sich im Turnier super verkauft“, sagte Trainer Marcel Winkens, der mit der ersten Mannschaft parallel gegen den SC Kapellen ein Testspiel bestritt.

Noch dominanter war das Auftreten der Holzheimer SG, die gar keine Zweifel an ihrem Auftritt aufkommen ließ. „Das ist ganz gut gelaufen“, untertrieb Schellenberg, der in der Kreishallenmeisterschaft eine willkommene Abwechslung zur Vorbereitung sieht.

Bei der Endrunde am Sonntag in Gustorf warten dann ganz andere Kaliber auf die SG und den VfL. Durch den souveränen Auftritt in der Vorrunde haben sie sich jedenfalls selber in den Favoritenkreis geschossen – ob sie wollen oder nicht.

In den Gruppen A und B gab es ebenfalls keine größeren Überraschungen: Der 1. FC Grevenbroich-Süd setzte sich mit nur einer Niederlage vor Ligakonkurrent DJK Novesia durch, Bezirksligist Gnadental gewann fast schon unfreiwillig das Finalspiel der Gruppe B gegen den SVG Grevenbroich. „Wir hatten kein Ziel und eigentlich einen ganz anderen Fokus, das Turnier war komplett freiwillig. Die Endrunde passt nicht unbedingt in den Plan, aber wir werden antreten“, sagte Gnadental-Trainer Stefan Pennarz.

 In den Gruppen E und F haben sich der SC Kapellen und der FC Delhoven die Plätze für die Endrunde gesichert. Während Kapellen im Eiltempo durchmarschierte, musste Delhoven sich durch ein hartes Turnier kämpfen, das am Vormittag ausgetragen wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit die schlechtbesuchteste Vorrunde des Wochenendes war.

Diejenigen, die vor dem Beginn der Kreishallenmeisterschaft einen akribischen Blick auf die einzelnen Vorrunden-Gruppen geworfen hatten, dürften schnell bemerkt haben, dass die Gruppe G die vermeintlich ausgeglichenste Gruppe darstellte. Genau das stellte auch der FC Zons unter Beweis und qualifizierte sich als dritter A-Ligist für die Endrunde in Gustorf. TSV Bayer Dormagen kann weiter von der Titelverteidigung träumen. Das Finalspiel gewann der Bezirksligist mit 2:1, womit sich Gegner Nievenheim kaum abfinden konnte: „Meiner Meinung nach waren wir die beste Mannschaft. Im Finale wurden wir extrem benachteiligt“, befand Trainer Daniel Köthe aufgebracht. Streitpunkt war ein aberkanntes Tor, sowie eine Rote Karte gegen Kai Pelzer. hynr/fes/srh