Wunschbaum wartet auf Besucher

Die ganze Familie Gaspers war beim Aufbau dabei.

Kaarst. Das Aufstellen des Weihnachtswunschbaums war wieder einmal Maßarbeit. Angeliefert mit Lkw und Kranwagen, wurde die rund acht Meter hohe Tanne mit vereinten Kräften durch die Eingangstür des Rathauses getragen und im Foyer aufgestellt. Zum siebten Mal kümmert sich die Familie von Gärtnermeister Georg Gaspers um die Aktion, und seitdem wächst der Baum jedes Jahr in neue Höhen.

Dieses Jahr fand Gaspers ihn im Garten von Hans-Peter Nilgen in Holzbüttgen. Ein noch größeres „Modell“ darf er sich aber nicht ausgucken: Die Spitze des Weihnachtswunschbaums kitzelt auch in diesem Jahr schon fast am Kunstwerk „Vogelnest“ von Martel Wiegand — und dieses ist im dritten Stockwerk des Rathauses installiert. Große Tannenzapfen, Wattebäusche als Kunstschnee und Geschenkpakete zieren den Weihnachtswunschbaum, der von 2500 LEDs beleuchtet wird. Am Sonntag werden dann noch mehr als 200 Wunschzettel dazu gehängt. Aus denen wählen Kaarster Bürger einen aus und bereiten Kindern aus bedürftigen Familien eine Freude.

Besonders beliebt in diesem Jahr sind Loom-Bänder. Neben Spielwaren stehen oft Hygieneartikel, Kosmetik, Winterkleidung und Schulartikel auf den Wunschzetteln. „Zu den ausgefallenen Wünschen gehört etwa der eines 17-jährigen Mädchens, das sich einen Wäscheständer wünscht, oder der eines Jungen, der einen Toaster möchte“, erzählt Katrin Gaspers. Alles bleibt im Rahmen von maximal 20 Euro.

Die ganze Familie Gaspers ist beteiligt: Georg und Martina, ihre Kinder Katrin mit Lebensgefährte Raffaele Calvo und Christoph mit Ehefrau Melanie, die Enkel Elina und Lucy. Es halfen die Firma Küppers beim Transport und Familie Rütten beim Druck der Wunschzettel.

Bis zum 15. Dezember können die Bürger die Geschenkpakete an der Info-Theke des Rathauses abgeben. Darüber hinaus erhält die Familie Gaspers auch regelmäßig Spendengelder. Dieses Mal sollen sie der Jugendfreizeiteinrichtung „Die Insel“ zu Gute kommen. stef