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Wohnungsbau: CDU will „Stadt im Grünen“ bewahren

Wohnungsbau: CDU will „Stadt im Grünen“ bewahren

Weitere Versiegelung noch unbebauter Landschaft soll vermieden werden.

Kaarst. Die CDU wehrt sich dagegen, dass weitere Landstriche mit Wohnungsbau versiegelt werden. Die Bevölkerung schätze es, dass Kaarst eine „Stadt im Grünen“ sei. Diesen wichtigen Standortfaktor wollen die Christdemokraten bewahren, heißt es von Seiten der Union. „Eine maßlose Versiegelung derzeit noch unbebauter Landschaft kommt für uns daher nicht in Frage“, sagte der Kaarster Ortsvorsitzende Ingo Kotzian.

Das Anliegen der CDU sei es in der Vergangenheit stets gewesen, eine maßvolle Weiterentwicklung der Stadt zu ermöglichen und zugleich den Charakter der einzelnen Ortsteile zu erhalten. Auch in Zukunft soll dieser Weg beschritten werden. Das bedeute, weniger neue Wohnflächen zu erschließen.

„Wir können die Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum nicht in vollem Umfang durch zusätzliche Angebote decken. Denn dafür müssten in den kommenden Jahren mehrere tausend neue Wohneinheiten geschaffen werden. Eine unvorstellbare Flächenversieglung in heute noch freier Landschaft wäre die Folge“, sagte Ingo Kotzian.

Dabei sei Kaarst laut dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Lars Christoph aufgrund des attraktiven Angebotes an Kindergärten, Schulen, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie der hervorragenden Anbindung an Düsseldorf sowie das übrige Umland naturgemäß ein sehr gefragter Wohnstandort. Das wirke sich auch auf die Wohnraumpreise aus. Zu berücksichtigen sei aber, dass die Stadt Kaarst mit deutlichem Abstand die flächenmäßig kleinste Kommune des Rhein-Kreises Neuss sei. Allen Wachstumsbestrebungen seien daher enge Grenzen gesetzt.

Die CDU setzt in Zukunft auf eine Durchmischung verschiedener Wohntypen innerhalb der einzelnen Wohngebiete. „Diesen Weg haben wir beim Bebauungsgebiet an der Hubertusstraße eingeschlagen. Für die Nachfolgebebauung am Standort der ehemaligen Gemeinschaftsgrundschule Römerstraße hat der Planungsausschuss mit Stimmen der CDU ebenfalls eine Mischung von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern beschlossen.

Auch an der Neusser Straße sollen neben Einfamilienhäusern Möglichkeiten für seniorengerechtes Wohnen in Mehrfamilienmietshäusern geschaffen werden“, sagte CDU-Chef Christoph.

Für die CDU bedeutet die große Nachfrage nach allen Angeboten an der Hubertusstraße, dass auch in der Zukunft in den Bebauungsplangebieten nicht nur ein Wohntyp angeboten werden soll. Aufgabe der Politik müsse es sein, für sämtliche Bedürfnisse Angebote zu schaffen.

Dass politische Mitbewerber, die vorher gegen den Bebauungsplan gekämpft hätten, auf einmal von einem Erfolgs- und Zukunftsprojekt sprächen, ist laut dem Büttgener Ortsverbandsvositzenden Frajo Rademacher „heuchlerisch“. Red