1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Kaarst

Winterdienst ist auch für Schneefall im Frühling gerüstet

Winterdienst ist auch für Schneefall im Frühling gerüstet

Auch wenn kein ständiger Bereitschaftsdienst eingerichtet ist, sind die Streuteams bereit.

Kaarst. Am Mittwoch um 12.02 Uhr stand die Sonne senkrecht über dem Äquator. Damit läutet sie den kalendarischen Frühling für die Nordhalbkugel ein. Der Blick aus dem beheizten Heim ins kalte Nass vor dem Fenster lässt davon nichts erahnen. Und auch der Winterdienst in Kaarst geht noch nicht in die Sommerpause.

500 Tonnen Streusalz wurden in diesem Winter auf den Kaarster Straßen verteilt. 550 Tonnen waren vor dem Winter eingelagert worden. „Unsere Reserve ist trotzdem noch groß genug, denn wir kaufen kontinuierlich Salz nach“, erklärt Heinz Kiefer, Leiter des Baubetriebshofs. Aktuell lagern wieder 400 Tonnen Salz ein, der erneute Schneefall zum Frühlingsbeginn bereitet dem Winterdienst keine Sorgen. Die 500 Tonnen Verbrauch lägen außerdem im Schnitt der vergangenen Jahre und seien nicht außergewöhnlich, sagt Kiefer.

Trotzdem ist ein Einsatz zu dieser Jahreszeit für die Mitarbeiter des Baubetriebshofs eine besondere Herausforderung. Die festgelegte Kernzeit des Winters beginn am 30. November und endet am 1. März. In dieser Zeit haben drei Teams mit je zwei Mitarbeitern ständig Bereitschaftsdienst. Aktuell gibt es also keine Dauerbereitschaft, deshalb beobachtet Heinz Kiefer die Wetterlage noch genauer: „Wir werden vom Wetteramt Essen sehr gut informiert. Wenn Einsätze nötig werden könnten, bekomme ich die aktuelle Prognose sofort per SMS geschickt“, erklärt Kiefer.

Der leichte Schneefall am Mittwoch war noch kein Grund für den Winterdienst auszurücken. Die Temperaturschwankungen waren so groß, dass der Schnee auf den Straßen auch ohne Streusalz verschwand. Doch wie geht es in den nächsten Tagen weiter?

„Das weiß ich auch nicht. Dafür sind auch die Verhältnisse oft regional zu unterschiedlich. Ich wohne in Jüchen, wenn dort die Straßen frei sind, können in Kaarst trotzdem Einsätze nötig sein“, sagt Kiefer. Für sein Team hat er deshalb noch bis in die kommende Woche Alarmbereitschaft festgelegt: „Wir gehen davon aus, dass wir bis dahin noch Einsätze fahren müssen.“

Um die Sonne und wie sie am Mittwoch über dem Äquator stand, schert sich das Wetter also in den kommenden Tagen nicht. Übrigens auch nicht um die Meinung der Wetterforscher: Der meteorologische Frühlingsbeginn war bereits vor drei Wochen.