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Unangepasst und „nicht normal“: Anna Schmitz und ihre Kunst

Unangepasst und „nicht normal“: Anna Schmitz und ihre Kunst

Kaarst. Anna Schmitz zeigt im Kaarster Seniorenheim 35 Aquarelle, die ihre eigene Sprache sprechen. „Ich bin alles andere, nur nicht normal“, charakterisiert sich die 61-jährige Künstlerin selbst.

Stets sei sie auf der Suche nach etwas Neuem in ihrem Leben.

In ihren Bildern sucht der Betrachter vergebens die Leichtigkeit von pastellenen Aquarellen. Bei ihr herrschen kräftige Farben vor, die Schmitz bewusst einsetzt, um Gefühle in ihren Bildern darzustellen.

Die Autodidaktin sieht sich selbst nicht als Hobbykünstlerin. Ihre im Vinzenzhaus gezeigten Werke zeigen eine klare und durchweg eigene Handschrift, die ihren Anspruch bestätigen.

„Ich habe 1988 mit dem Malen begonnen und dann nach und nach weitergemacht. Das Malen macht mich frei“, erklärt Anna Schmitz, die auf einem Kaarster Bauernhof aufgewachsen ist und schon im Alter von 15 ihre eigenen Kleider nähte.

Beruflich wählte sie eine ganz andere Richtung, doch ihre künstlerische Neigung bestimmt bis heute ihren persönlichen Stil. So gestaltet sie auch ihre Garderobe und ihren Schmuck weitestgehend selbst. „Ich wollte nie so wie alle sein und werde mich auch nie anpassen“, stellt Anna Schmitz klar.

Ihre Bilder zeigen sehr unterschiedliche Motive. Aus der Kinderzeit stammt ihre Liebe zur Natur, die sich in Darstellungen von Bäumen und Landschaften wiederfindet. Andere Motive sind Schutzengel, zu denen Anna Schmitz eine enge Beziehung hat. „In meinem Leben haben mir schon sehr oft Schutzengel geholfen, sie sind immer bei mir“, erklärt die Künstlerin, die noch bis zum 29. Mai im Vinzenzhaus, Wilhelm-Raabe-Straße 7, ausstellt.