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U3: Kaarst befindet sich auf einem guten Weg

U3: Kaarst befindet sich auf einem guten Weg

Eine Versorgungsquote von 40 Prozent kann jedoch erst 2014/15 erreicht werden.

Kaarst. Wie viele Kindergartenplätze werden in Kaarst angeboten? Gibt es genügend Angebote im Bereich der U3-Plätze? Und was passiert, wenn doch Plätze fehlen?

Diese Fragen sind für junge Familien oft existentiell — vor allem, wenn beide Elternteile arbeiten oder sich in Ausbildung befinden. Um sicher planen zu können, erstellt die Stadt Kaarst jährlich eine Bedarfserhebung, mit der sie die aktuellen Plätze ermittelt und eine Bedarfsplanung für die nächsten vier Kindergartenjahre für Tageseinrichtungen und die Kindertagespflege erstellt.

Die aktuelle Bilanz für Kaarst lautet: Für Ü3-Kinder sind genug Plätze vorhanden, in der Versorgung der unter Dreijährigen ist die Stadt zumindest auf einem guten Weg.

Die Ergebnisse der jüngsten Erhebung hat die Leiterin des Jugendamtes, Ute Schnur, im Jugendhilfeausschuss vorgestellt. Demnach gibt es im aktuellen Kindergartenjahr 54 Gruppen. Im Kindergartenjahr 2013/2014 sollen sechs weitere Gruppen dazukommen. Je eine Gruppe mehr wird es dann in der Kita Lichtenvoorderstraße sowie in der Kita Zapageck geben, die deshalb beide gerade umgebaut werden.

Vier zusätzliche Gruppen soll dann auch die Kita Bussardstraße anbieten. Für das Kindergartenjahr 2014/2015 gehen die Planungen dann von 67 Gruppen in Kaarst aus. Bis dahin soll der neue Kindergarten an der Danziger Straße fertig gebaut sein und fünf neue Gruppen beherbergen. Je eine neue Gruppe soll den Planungen zufolge in der Kita am Wald sowie in der Kita Bussardstraße entstehen.

Viel schwieriger ist die Planung der U3-Plätze. Nach der gesetzlichen Grundlage des Kinderförderungsgesetzes sind die Kommunen ab dem 1. August 2013 verpflichtet, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kindertagespflege oder in Kindertageeinrichtungen sicherzustellen. Während das Land einen Ausbaustand von 32 Prozent empfiehlt, hat der Jugendhilfeausschuss sogar eine Quote von 40 Prozent beschlossen.

Im aktuellen Kindergartenjahr konnten in Kaarst 114 U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen und 121 Plätze in der Kindertagespflege angeboten werden — was einer Versorgungsquote von 24 Prozent entspricht. Die konnte allerdings nur mit einer maximalen Überbelegung in nahezu allen Gruppen erreicht werden.

Wenn man auch für das Kindergartenjahr 2013/2014 von dieser maximalen Überbelegung ausgeht, kann eine Versorgungsquote von 33,5 Prozent erreicht werden. Die angestrebte Quote von 40 Prozent könnte den Plänen nach im Kindergartenjahr 2014/2015 erzielt werden. Im Folgejahr würden dann sogar 41,7 Prozent der unter dreijährigen Kinder einen Betreuungsplatz bekommen.