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Schützenfest - Udo Gehrs noch einmal König

Schützenfest - Udo Gehrs noch einmal König

In Holzbüttgen wird vom 4. bis zum 7. August Schützenfest gefeiert.

Kaarst. Für die mehr als 550 Schützen in Holzbüttgen nähert sich der Höhepunkt des Jahres. Besonders für den amtierenden Schützenkönig Udo Gehrs und seine Königin Uschi beginnt am 4. August die schönste Zeit des Sommers.

Das Königspaar hat in den vergangenen Monaten viele Termine wahrgenommen. 1983 gründete Udo seinen Grenadierzug „Dronger un dröver“. Er war vier Mal Zugkönig, zwei Mal Grenadierkönig und 1996 schon einmal Schützenkönig in Holzbüttgen.

Eigentlich wollte Udo Gehrs schon vor zwei Jahren König werden. „Wir hatten in unserem Schützenzug abgemacht, dass ich auf den Königsvogel schieße, wenn wir auch den Jungkönig stellen. Doch das klappte dann nicht“, erzählt Gehrs. Ehefrau Uschi unterstützt ihren Mann, wo sie nur kann. „Er hat mir versprochen, dass wir 2013 nach Kalifornien fliegen“, berichtet sie augenzwinkernd. Diese „Bestechung“ stellt für Udo Gehrs jedoch keine Strafe dar, denn das Königspaar ist bekennender USA-Fan.

Im vergangenen Jahr wurde das 75-jährige Bestehen der St. Sebastianus-Bruderschaft groß gefeiert. Brudermeister Volker Schöneberg legt Wert auf die Tradition und will am Schützengrundsatz „Glaube, Sitte, Heimat“ festhalten. „Wir sind als Schützenbruderschaft ein Organ der katholischen Kirche, das dürfen wir nicht vergessen“, sagt Schöneberg. So gehört, laut Satzung der Bruderschaft, der katholische und evangelische Pfarrer automatisch zum Vorstand.

Seit November vergangenen Jahres ist Maike Neumann Pfarrerin der evangelischen Gemeinde und somit Mitglied der Bruderschaft. Sie ist die einzige Frau in einer Männerdomäne. Für Schöneberg ist das kein Problem: „Frau Neumann bekleidet das Amt des Pfarrers und ist dadurch Mitglied. Eine Satzungsänderung brauchen wir nicht, um dies zu rechtfertigen.“ Maike Neumann sei sehr interessiert am Schützenwesen und besuche regelmäßig die Vorstandssitzungen.

Beim Ablauf des Schützenfestes gibt es Neuerungen: „Wir haben jetzt offiziell die Platzeröffnung auf den Samstagmittag um 12 Uhr gelegt, das hat sich beim ersten Mal im vorigen Jahr bewährt“, berichtet Schöneberg. Auch bei der traditionellen Messe gibt es Änderungen. So hält am Samstagabend Reinhold Steinröder als Diözäsanpräses die Messe, die sonst vom Pfarrer der katholischen Gemeinde gehalten würde. Da dieses Amt neu besetzt wird, sprang Steinröder spontan ein. Auch für die Zukunft hält der Brudermeister die Türen offen: „Änderungen bedeuten auch, dass das Schützenfest lebendig und zeitgemäß bleibt.“

“ Das Schützenfest wird am ersten Wochenende im August, 4. bis 7. August, gefeiert.

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