Schützenfest: „Das muss man erlebt haben“

Schützenfest: „Das muss man erlebt haben“

König Georg III. Hämel genießt die Festtage in Büttgen noch bis Dienstag.

Kaarst. Spontane Entscheidungen können manchmal die besten sein. Für das Büttgener Königspaar Georg III. Hämel und seine Königin Bianca trifft dies auf jeden Fall zu, denn erst sehr kurzfristig fasste Georg am Schützenfestdienstag 2012 seinen Entschluss, auf den Königsvogel zu schießen.

Das hat er nicht bereut. Den Höhepunkt seiner Regentschaft feiert das Königspaar seit Samstag mit dem Schützenfest 2013.

Seine Majestät Georg Hämel ist Leutnant im Grenadier-Zug „Knapp bei Kasse“. 2007 konnte er seinen Vater Siegfried Hämel als König bejubeln, so wusste er in etwa, was ihn und seine Frau Bianca erwarten würde.

„Es ist einfach wunderbar, hier in Büttgen König zu sein. Alles, was wir uns ausgemalt hatten, wurde und wird bei weitem übertroffen“, freute er sich nach der Frühparade am Sonntagmittag. Er habe zahllose nette Menschen kennengelernt, die dem Königspaar sehr viel Herzlichkeit und Offenheit entgegengebracht hätten.

„So etwas muss man einfach selbst erlebt haben. Vorstellen kann man es sich nicht“, sagte König Georg III. In nahezu jedem Zug, der während der festlichen Parade an ihm vorüberzog, erkannte er nun die neu gewonnenen Freunde und nickte ihnen erfreut zu, während die Schützen ihrerseits mit Paradeschritt vorüberzogenen oder das Haupt entblößten und grüßten.

Vom Edelknaben bis zum Senioren — beim Schützenfest schien der ganze Ort vereint auf den Straßen unterwegs zu sein.

Generationenprobleme kennen die Schützen in Büttgen ebenso wenig wie Nachwuchssorgen. Und wenn sich dann am Dienstagnachmittag wieder ein Schützenbruder findet, der im nächsten Jahr als König die Paraden und Umzüge erleben will, ist die Schützenwelt auch im kommenden Jahr in Ordnung.

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