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Kosten: Der Frust nach dem Frost

Kosten: Der Frust nach dem Frost

Fast eine halbe Million Euro zusätzlich sind zur Straßensanierung nötig. Ein Höchstwert.

Kaarst. Schlaglöcher waren in den vergangenen Wochen Dauerthema. Doch wie teuer die Ausbesserung der Winterschäden einmal wird, war bislang nicht bekannt. Am Mittwoch präsentierte die Verwaltung im Bauausschuss die konkreten Zahlen. Das Ergebnis: So teuer war der Winter schon lange nicht mehr. Die Stadt berechnete zusätzliche Kosten in Höhe von 458 700 Euro.

Allein um die vielen kleineren Schäden auf Straßen und Gehwegen im gesamten Stadtgebiet auszubessern, benötigt die Stadt für 2011 zusätzliche Mittel in Höhe von 164 700 Euro. Zusätzlich zu dem Topf von 800 000 Euro, der sowieso schon für Bewirtschaftung der Straßen und Grünpflege im Haushaltsplan vorgesehen ist. Bereits 2010 fiel der Winter härter aus als gewohnt. Damals belief sich die Mehrbelastung im Vergleich zum Vorjahr jedoch „nur“ auf 74 000 Euro.

Mit dem zusätzlichen Geld sollen jedoch auch Reparaturen ausgeführt werden, die nicht durch die Witterung, sondern durch die tägliche Verkehrsbelastung entstanden sind.

Doch bei manchen Straßen ist es mit der Ausbesserung von kleinen Unebenheiten nicht getan. Etwa auf der Maubisstraße. Schon im Frühjahr 2010 war die Fahrbahndecke an zwei Abschnitten stark sanierungsbedürftig. Trotzdem: Aus organisatorischen Gründen wurde der Asphalt im vergangenen Jahr nicht ausgebessert. Das soll nun geschehen. Wann genau das passieren soll, konnte Tiefbauamtsleiter Jan Opial im Ausschuss noch nicht sagen. Die Maßnahme soll jedoch noch dieses Jahr erfolgen. Nach derzeitigem Sachstand kalkuliert die Stadt 116 000 Euro für die Ausbesserung ein.

Ebenfalls keine Freude mehr für Autofahrer sind die Grünstraße, Teile von Kreuzstraße und Bruchweg sowie ein Abschnitt der Broicherdorfstraße. Um auf allen Straßen die Wogen zu glätten, sind zusätzliche 294 000 Euro erforderlich.

Zudem muss die Stadt noch nachholen, was im vergangenen Jahr zu kurz gekommen ist. Eigentlich sollten einige Straßen in Kooperation mit den Kreiswasserwerken ausgebessert werden, um Geld zu sparen. Dort, wo die Straße sowieso wegen der Verlegung von Wasserleitungen aufgerissen werden muss, sollte auch direkt in einem Rutsch die Sanierung erfolgen. Doch leider reichte das Arbeitspensum der Kreiswerke nicht aus, um 2010 wie geplant auszubessern. 140 000 Euro muss die Stadt daher für ihren Anteil an den Arbeiten im laufenden Jahr einplanen.

Ebenfalls saniert wird die Alte Heerstraße im Bereich der Top-Stone-Fläche. Die Finanzmittel stehen noch als Rest vom Haushalt 2010 zur Verfügung.