Ärger über Standorte im Vorster Wald Sportgeräte für Trimm-Dich-Pfad jetzt auch noch eingezäunt

Vorst · Nicht nur, dass die neuen Sportgeräte für den wiederbelebten Trimm-Dich-Pfad für Ärger beim Kunstverein Nordkanal und dem Stadtsportverband sorgen, nun sind sie auch noch eingezäunt. Aus welchem Grund?

Die neuen Sportgeräte, die für den Trimm-Dich-Pfad angeschafft wurden, stehen nicht nur den Kunstwerken wie hier den Türhütern im Weg – nun wurden sie auch noch eingezäunt.

Die neuen Sportgeräte, die für den Trimm-Dich-Pfad angeschafft wurden, stehen nicht nur den Kunstwerken wie hier den Türhütern im Weg – nun wurden sie auch noch eingezäunt.

Foto: Stephan Seeger

In der vergangenen Woche hatte die Redaktion über den Ärger des Kunstvereins Nordkanal über die Standorte der neuen Sportgeräte, die für die Reaktivierung des Trimm-Dich-Pfades im Vorster Wald aufgestellt wurden, berichtet. Nun stehen die Geräte allesamt hinter einem Bauzaun. Warum, erklärt Stadtsprecher Peter Böttner auf Anfrage. „Die Sportgeräte sind noch nicht offiziell freigegeben, sie waren es auch nie. Die Stadt muss ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Dafür müssen die Bäume im unmittelbaren Umfeld der Geräte und Kunstwerke begutachtet werden. Diese Prüfung hat noch nicht stattgefunden.“ Erst nach erfolgter Prüfung können die Geräte zur Nutzung freigegeben werden, so Böttner weiter.

An der gelben Waldhütte von Monika Nelles zeigt sich das gleiche Bild.

An der gelben Waldhütte von Monika Nelles zeigt sich das gleiche Bild.

Foto: Stephan Seeger

Der Kunstverein Nordkanal erneuerte gegenüber der Redaktion sein Unverständnis über die ausgewählten Standorte und hat sogar einen Bürgerantrag gestellt, wie der Vereinsvorsitzende Markus Albiez erklärt. „Wir fordern, dass die Sportgeräte versetzt werden. Das ist mit Kosten verbunden, die man sich hätte sparen können, wenn man uns mit ins Boot geholt hätte“, sagt er. Der Kunstverein sei zum Thema Trimm-Dich-Pfad kein einziges Mal kontaktiert worden, es wurde „vergessen, mit uns zu sprechen“, klagt Albiez: „Das stört uns als Vorstand. Wir dachten eigentlich, dass wir Teil der Gestaltung sind“, so der Kunstvereins-Vorsitzende.

In Sichtachse der Türhüter befindet sich ein weiteres Sportgerät, es ist eingezäunt.

In Sichtachse der Türhüter befindet sich ein weiteres Sportgerät, es ist eingezäunt.

Foto: Stephan Seeger

Für den Fall, dass die Sportgeräte in unmittelbarer Nähe zu den Kunstwerken Türhüter (Wilhelm Schiefer) und Waldhütte (Monika Nelles) stehen bleiben sollten, kündigt Albiez mögliche Konsequenzen an – wie auch immer diese aussehen werden: „So, wie es im Moment ist, können wir es nicht lassen. Unser 18 Jahre altes Konzept ist kaputt. Es hätte genug Stellschrauben gegeben, diese Situation eleganter zu handhaben.“ Für ein geplantes Mini-Museum im Trafo-Haus, das direkt neben den Türhütern steht, würden Förderanträge laufen, im Oktober soll das Projekt starten. „Die Frage ist, ob wir dort noch Kunstwerke ausweiten wollen. Die Fläche ist zwar prädestiniert dafür, aber nicht zusammen mit Sportgeräten“, so Albiez. Er sei dennoch optimistisch, „die Kuh vom Eis“ zu bekommen.

Der Stadtsportverbandsvorsitzende Axel Volker ist ebenfalls nicht glücklich mit der Umsetzung. „Das ist unglücklich gelaufen“, sagt er auf Anfrage: „Die Standorte waren so nicht abgestimmt, zumindest der eine an den Türhütern.“ Der Platz, wo das zweite Sportgerät hinter den Türhütern steht, sollte eigentlich für eine Workout-Station freigehalten werden. „Dafür hätten wir einen Sponsor gehabt, mit dem wir das gemacht hätten“, so Volker. Platz sei auch bei der kleinen Brücke, die vom Kaarster See in den Vorster Wald führt. „Da hätten wir ebenfalls ein Sportgerät hinsetzen wollen“, so Volker, der ziemlich unzufrieden ist: „Das war fehlende Kommunikation.“

Für die Beschwerden des Kunstvereins zeigt Volker Verständnis und erklärt, dass es nicht die Absicht des SSV war, Sportgeräte neben Kulturgüter zu stellen. 50 bis 70 Prozent des Kunstweges und des Trimm-Dich-Pfades wären identisch gewesen, hätte man diesen so angelegt wie vom SSV vorgeschlagen. Dann hätte mindestens ein Gerät außerhalb des Kunstwegs gestanden. „Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben, die Sportgeräte aufzustellen“, so Volker abschließend.

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