1. NRW
  2. Rhein-Kreis Neuss
  3. Kaarst

Kaarst: Schulen werden durch "Bildungsoffensive" erneut gefördert

Programm „Bildungsoffensive“ : Schulen bekommen Finanzspritze

Die Bildungsoffensive geht in Kaarst 2020 in die zweite Runde. Der Schwerpunkt liegt in der Förderung des OGS.

. Die Schulen im Kaarster Stadtgebiet erhalten auch 2020 wieder zusätzliche Fördergelder. Bildungsoffensive – so heißt das von der CDU auf den Weg gebrachte Programm, das bereits 2019 ein großer Erfolg war. Im Jahr 2020 werden rund 300 000 Euro mehr als geplant in die Schulen gesteckt. „Angesichts der guten Haushaltslage haben wir uns dazu entschlossen, die von uns initiierte Bildungsoffensive in die zweite Runde zu schicken. Wir setzen damit erneut einen Schwerpunkt bei der Ausstattung unserer Schulen, weil dies echte Zukunftsinvestitionen sind“, sagt CDU-Chef Lars Christoph. Im vergangenen Jahr erhielten die weiterführenden Schulen jeweils 40 000 Euro, die Grundschulen 20 000 Euro für die Verbesserung der Ausstattung.

Raum für Mittagsbetreuung wurde eingerichtet

Beim Albert-Einstein-Gymnasium sind die Mittel in unterschiedliche pädagogische Projekte geflossen. Die Schule richtete einen zusätzlichen Raum für die Mittagsbetreuung ein, zudem wurden Sitzmöbel für die Pausen für die Oberstufe angeschafft sowie ein Arbeitsraum für Gruppen- und Projektarbeiten realisiert. Weiterhin wurden ein Stagepiano, Mikrofone und ein Mischpult gekauft, auch der Informatik-Bereich wurde durch die Anschaffung kleiner programmierbarer Drohnen aufgewertet. „Ein Teil der Mittel ist auch in die Sanierung des Schulgartens investiert worden“, sagt Bruno von Berg.

Der Leiter des Albert-Einstein-Gymnasiums freut sich über den Geldsegen, der sich 2020 fortsetzt: „Das zeigt, dass die Mitglieder des Stadtrates die Schulen in Kaarst unterstützen. Ich verstehe das als eine Anerkennung der Bildungsarbeit der kommunalen Schulen.“ Mit den Mitteln für 2020 will von Berg den Schulgarten sanieren, weitere Sitzmöbel anschaffen und den Schulhof attraktiver gestalten. Am zweiten städtischen Gymnasium in Vorst wurde mit dem Fördergeld aus dem vergangenen Jahr bereits auf dem Schulhof investiert und ein sogenannter Spaceball angeschafft. Die beiden Gymnasien erhalten zudem je 35 000 Euro. Mit diesem Geld soll eine Planung angestoßen werden, die ermittelt, wie hoch der zusätzliche Raumbedarf durch die Umstellung auf G 9 ist und wie dieser umgesetzt werden kann. Die Bedarfslisten der Schulen sind allesamt deutlich kürzer geworden. „Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten“, sagte Christoph.

In diesem Jahr erhalten alle zehn Schulen nochmals jeweils 10 000 Euro. „In Jahren, in denen die Haushaltslage etwas entspannter ist, müssen wir bei der Ausstattung unserer Schulen Akzente setzen“, sagt Christoph. Die Anschaffungen gingen zwar über die Grundausstattung hinaus, seien für den Unterricht aber sehr positiv. Der Schwerpunkt der Bildungsoffensive 2020 liegt in der Offenen Ganztagsbetreuung (OGS). „Für uns ist es ganz wichtig, dass jedes Kind auch weiterhin einen Platz in der OGS erhält, wenn es daran teilnehmen möchte. Da die Nachfrage steigt, wollen wir neben notwendigen Anbauten auch Optimierungen bei der Möblierung sowie kleinere bauliche Maßnahmen vornehmen, die eine Doppelnutzung von Räumlichkeiten durch Schule und OGS ermöglicht“, sagt Marcel Finger (CDU), Vorsitzender des Schulausschusses.