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Kaarst: Sanierung der Schultoiletten erst 2020

Betriebsausschuss in Kaarst : Schultoiletten werden 2020 erneuert

Mehrheit im Ausschuss stimmt für Zeitplan, der Sanierung in drei Schulen für 2020 vorsieht. CDU hatte auf 2019 gedrängt.

Beherrschendes Thema im Kaarster Betriebsausschuss waren die Schultoiletten. Mit knapper Mehrheit beschlossen die Politiker, dass Sanierungen der stillen Örtchen an den nächsten Schulen erst 2020 erfolgen.

Die CDU-Fraktion hatte folgenden Antrag gestellt: „Die Betriebsleitung wird beauftragt, spätestens in den Herbstferien 2019 die Toilettenanlagen in der Grundschule Stakerseite, der Matthias-Claudius-Schule sowie am Georg-Büchner-Gymnasium gegenüber der Schulmensa analog dem an der Gesamtschule erfolgreich angewandten Verfahren auszubessern und zu modernisieren.“ In den Sommerferien 2018 waren die Toiletten an der städtischen Gesamtschule mit Epoxidharz saniert worden. Nach über einem halben Jahr steht fest, dass sich die vergleichsweise kostengünstige Maßnahme gelohnt hat, die Geruchsbelästigung hat deutlich abgenommen.

Die Verwaltung ist auf den CDU-Vorschlag eingegangen und möchte die Toiletten sukzessive sanieren. Allerdings braucht sie dafür mehr Zeit. Deshalb stimmten die Christdemokraten dagegen, die übrigen Fraktionen mit einer Stimme Mehrheit votierten für eine Sanierung in dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Zeitrahmen, der das Jahr 2020 vorsieht.

„Eine Umsetzung wie von der CDU-Fraktion beantragt, ist aus personellen Gründen durch Stellenvakanzen in der technischen Gebäudeunterhaltung ab Mai beziehungsweise Juli 2019 nicht möglich“, steht in der Beratungsvorlage geschrieben. Ein Stellenbesetzungsverfahren sei bereits eingeleitet worden worden. Die Technische Beigeordnete Sigrid Burkhart nannte Gründe für eine verzögerte Umsetzung der Vorschläge der CDU: „In den Sommerferien haben wir keine Kapazitäten frei, weil so viele Module aufgestellt werden müssen.“ Bezüglich des Georg-Büchner-Gymnasiums empfahl sie zu warten, bis die Aula des Albert-Einstein-Forums saniert ist und dort wieder die Kleinkunstveranstaltungen stattfinden.

Ingo Kotzian (CDU) war mit diesem Lösungsvorschlag unzufrieden: „Die von uns beantragten Maßnahmen sind nicht sonderlich personalintensiv. Die Arbeiten in den Toilettenanlagen des Vorster Gymnasiums könnten in der Weihnachtszeit erledigt werden.“

Beschichtung mit Epoxidharz hat sich an Gesamtschule bewährt

Mit den Stimmen der Fraktionen mit Ausnahme der CDU wurde beschlossen, dass die Toilettenanlagen an der Matthias-Claudius-Schule und an der Grundschule Stakerseite in den Osterferien 2020 saniert werden. Die Toilettenanlage am Georg-Büchner-Gymnasium wird in den Sommerferien 2020 saniert. Dort erfolgen die Arbeiten im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“.

Die Beschichtung der Wände und des Bodens mit Epoxidharz hat sich zur Minimierung des Geruchsproblems bewährt. „Urinstein setzt sich besonders in den Fugen fest. Eine Beschichtung mit Epoxidharz hat auch den Vorteil, dass die Flächen kostengünstig mit einem Hochdruckreiniger behandelt werden können“, erklärte Burkhart. Die Beschichtung werde zwar nicht ewig halten, trotzdem sei das Kosten-Nutzen-Verhältnis gut. Die Kosten für die Beschichtungen wurden in der Ausschusssitzung nicht beziffert.

Einar Rasmussen (Bündnis 90/Die Grünen) war verunsichert: „Entsteht durch die Versiegelung mit Epoxidharz ein anderes Problem unter den Fliesen dadurch, dass die Luftzirkulation eingeschränkt wird?“ Die Verwaltung verneinte diese Frage.