Strecke zwischen Kaarster See und Neuss Hbf. Regiobahn startet Bauarbeiten zur Elektrifizierung

Kaarst · Die Regiobahn GmbH hat am Donnerstag mit den Arbeiten zur Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Kaarster See und Neuss Hauptbahnhof begonnen. Worauf sich die Bürger einstellen müssen.

Die Elekrifizierung des Streckenabschnitts zwischen den Regiobahn-Haltestellen Kaarster See und Neuss Hauptbahnhof hat begonnen.

Die Elekrifizierung des Streckenabschnitts zwischen den Regiobahn-Haltestellen Kaarster See und Neuss Hauptbahnhof hat begonnen.

Foto: Wolfgang Walter

Als Vorbereitung auf die Elektrifizierung der Regiobahn wurden im Februar entlang des Streckenabschnitts zwischen Kaarster See und Neuss Hauptbahnhof Bäume gefällt, nun haben die eigentlichen Bauarbeiten im gleichen Abschnitt begonnen. Das teilte die Regiobahn GmbH am Donnerstag mit. An den Haltestellen in Kaarst könnte es nachts laut werden.

Nachdem vor mehr als drei Monaten zur Vorbereitung auf die Elektrifizierung sogenannte Vegetationsarbeiten durchgeführt wurden – dazu musste ein sechs Meter langer Sicherheits-Streifen links und rechts der Trasse vollständig von Gehölz und Bewuchs befreit werden – begann die Regiobahn GmbH am Donnerstag mit den ersten Arbeiten zur Elektrifizierung des Streckenabschnitts zwischen Kaarster See und Neuss Hauptbahnhof. Im ersten Schritt werden links und rechts neben der Infrastruktur, also an den späteren Standorten der Strommasten, sogenannte Vorschachtungen vorgenommen. So sollen Beschädigungen von Kabeln ausgeschlossen werden. Zudem müssen Materialien, die beim Aufstellen der Masten benötigt werden, an die entsprechenden Stellen transportiert und dort gelagert werden, wie das Unternehmen mitteilt.

Aktuell kommt es
zu vielen Ausfällen

Im weiteren Verlauf werden Sondierungsarbeiten vorgenommen, um mögliche Kampfmittelfunde rechtzeitig zu erkennen und Gefahrenbereiche ausschließen zu können. „Diese Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den hierfür zuständigen Behörden“, so das Unternehmen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 8. Juli und werden teilweise in der Nacht durchgeführt. „Hierbei kann es unter Umständen zu Beeinträchtigungen durch Lärm für anliegende Anwohnerinnen und Anwohner kommen“, heißt es. Die ausführende Baufirma startet mit den Arbeiten an der Haltestelle Kaarster See und arbeitet sich Stück für Stück nach Neuss vor. Somit sei ausgeschlossen, dass für die gesamte Dauer der Arbeiten alle Anlieger von Lärmbelästigungen betroffen sind. Die Regiobahn GmbH geht davon aus, dass Anwohner der Haltestellen Kaarster Bahnhof, Kaarst-Mitte/Holzbüttgen, Ikea Kaarst und Siedlung Eintrachtstraße (Neuss) „zwei bis drei Nächte“ im Zeitraum der Arbeiten von Baulärm betroffen sind.

Erst am Mittwoch hatte die Regiobahn in einem Facebook-Post erklärt, warum es aktuell zu so vielen Ausfällen kommt. Von den zehn für die Linien S28 und RE47 zur Verfügung stehenden Fahrzeugen seien bereits seit Monaten nicht genügend einsatzbereit, sodass es vermehrt zu Ausfällen komme. Nach einem Brand in Erkrath am 30. April sei ein Fahrzeug dauerhaft nicht mehr einsatzfähig, wodurch es vor allem zwischen Kaarst und Mettmann vermehrt zu Zugausfällen komme.

Als Hauptgrund für die vielen Ausfälle nennt die Regiobahn GmbH allerdings den Instandhaltungsstau, der „zum einen auf lange Lieferzeiten von Standard-Ersatzteilen, aber vor allem auf fehlende Werkstattkapazitäten zurückzuführen ist“, begründet das Unternehmen. Hinzu komme, dass die Integral-Fahrzeuge, die rund 25 Jahre alt sind, reparaturanfällig sind. Doch das Unternehmen verspricht, „mit Hochdruck und Sonderschichten“ daran zu arbeiten, die Situation zu entspannen. Die Fahrgäste, die unter den Ausfällen leiden und auf Schienenersatzverkehr angewiesen sind, werden diese Aussagen aktuell nicht beruhigen.

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