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Kaarst: Realschule so beliebt wie selten

Weiterführende Schulen in Kaarst : Die Realschule ist sehr beliebt

Die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2021/2022 sind so hoch, dass an der Realschule eine dritte Eingangsklasse gebildet wird. Auch am Albert-Einstein-Gymnasium wird eine weitere Parallelklasse eingerichtet.

Noch vor zwei Jahren war der Fortbestand der Realschule an der Halestraße fraglich, weil die Anmeldezahlen sehr niedrig waren. Die Verwaltung hatte die Zukunft der Einrichtung infrage gestellt. Doch sie wurde gerettet – und ist heute so beliebt wie selten zuvor. Für das kommende Schuljahr 2021/2022 liegen bislang 84 Anmeldungen vor – 48 aus Kaarst und 36 aus Neuss. Die Stadt Kaarst als Träger hat bei der Bezirksregierung die Bildung einer dritten Eingangsklasse beantragt und bereits eine mündliche Zusage bekommen, wie Schuldezernent Sebastian Semmler im Schulausschuss erklärte.

Für Schulleiter Torsten Sotowic sind die Anmeldezahlen eine Bestätigung für die Arbeit des Kollegiums. Gleichzeitig will sich die Realschule nicht darauf ausruhen. „Es wird als Antrieb verstanden, weiterhin gute Arbeit zu leisten“, sagt Sotowic auf Anfrage. Im Sommer 2019 hat er die Schulleitung übernommen, davor war er acht Jahre lang Konrektor. „Ich habe auch die schlechten Zeiten miterlebt“, sagt er. In den vergangenen Jahren hatte die Realschule auch immer wieder mit ihrem Ruf zu kämpfen.

Die Ausschussmitglieder waren über diese Mitteilung erfreut. „Wir finden es sehr befriedigend, dass die Realschule wiederholt aus dem Stand ausreichend Anmeldungen hat. Das zeigt, dass sich dort viel verbessert“, sagte Marcel Finger (CDU). Auch die Anmeldezahlen an den anderen weiterführenden Schulen seien hoch. „Es sieht so aus, als haben wir in den vergangenen Jahren sehr gut zusammen an der Schullandschaft gearbeitet“, so Finger weiter. Hildegard Kuhlmeier sah die hohe Anzahl der Anmeldungen von Neusser Schülern ein wenig kritisch. „Je nachdem, wie sich die Schulentwicklung in Neuss entwickelt, kann sich das schnell wieder ändern“, sagte die SPD-Frau.

Rund ein Drittel der Schüler kommt aus dem Neusser Norden

Viele Anmeldungen habe es laut Semmler aus dem Neusser Norden gegeben, und die Schüler haben sich aus freien Stücken für die Realschule in Kaarst und gegen die Gesamtschule in Neuss entschieden. „Das ist ein erfreulich selbstbestimmter Anteil und ein Erfolg der Realschule“, sagt der Erste Beigeordnete. Torsten Sotowic erklärt, dass schon immer rund ein Drittel der Schüler aus dem Neusser Norden zur Realschule kommt. Die gute Verkehrsanbindung und die familiären Bindungen seien für viele Eltern der Grund, sich für Kaarst zu entscheiden. Auch das Albert-Einstein-Gymnasium wird im Schuljahr 2021/2022 eine weitere, fünfte Eingangsklasse bilden können. 137 Anmeldungen, davon 116 aus Kaarst und 21 aus Neuss, sind eingegangen. Die Anmeldungen überschreiten die vorhandenen Aufnahmekapazitäten des vierzügigen Gymnasiums, sodass die Schulverwaltung gemeinsam mit den weiterführenden Schulen der Stadt Kaarst entschieden hat, dort eine weitere Eingangsklasse zu bilden.

Die Anmeldezahlen für das Georg-Büchner-Gynmasium in Vorst liegen bei 105 Schülern (101 aus Kaarst, zwei aus Korschenbroich und zwei aus Neuss), die Gesamtschule in Büttgen nimmt 135 Schüler auf, davon 16 mit Inklusionsbedarf (120 aus Kaarst, 15 aus Korschenbroich).